Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Baden-Württembergs Justizministerin zurückgetreten

Nur wenige Wochen nach Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Walter Döring tritt auch Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck (beide FDP) zurück. Grund ist die so genannte Telefon-Affäre. Die 51-Jährige soll Döring mehrmals telefonisch über Ermittlungen gegen ihn informiert haben.

HB STUTTGART. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen sie, weil sie Dienstgeheimnisse verletzt haben soll, sagte die FDP-Politikerin am Donnerstag in Stuttgart. Die Ministerin hatte zugegeben, ihren Parteifreund vorab telefonisch über ein neues Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen uneidlicher Falschaussage im „FlowTex“- Untersuchungsausschuss informiert zu haben. Nach Medienberichten soll sie mehrmals mit ihm telefoniert haben und dabei auch Einzelheiten preisgegeben haben.

„Ich weise alle gegen mich erhobenen Vorwürfe und aus der Luft gegriffenen Behauptungen mit aller Entschiedenheit zurück“, sagte Werwigk-Hertneck. „Ich habe stets die Wahrheit gesagt.“ Sie gebe ihr Amt ab, um von der Justiz in Baden-Württemberg Schaden abzuwenden. Das Ermittlungsverfahren und die öffentliche Diskussion seien geeignet, die Justiz „in eine missliche Situation zu bringen“.

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