Nach Fall Hoeneß
Selbstanzeigen könnten für üppige Mehreinnahmen sorgen

Der Fall Uli Hoeneß könnte dem deutschen Fiskus erhebliche Mehreinnahmen einbringen. Seit der Selbstanzeige des Präsidenten des FC Bayern München zählte die Deutsche Steuergewerkschaft weit mehr Nachahmer als erwartet.
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BerlinDie Deutsche Steuergewerkschaft rechnet wegen der stark gestiegenen Zahl von Selbstanzeigen nach dem Fall Hoeneß mit Mehreinnahmen von bis zu 600 Millionen Euro für den Staat. In diesem Jahr seien rund 15.000 Anzeigen und damit rund die Hälfte mehr als 2012 zu erwarten, sagte der Chef der Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, der „Bild“-Zeitung (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Der Fiskus könne daher mit 500 bis 600 Millionen Euro mehr kalkulieren.

Als Grund für den Zuwachs der Selbstanzeigen nannte er den Fall des Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, dessen Selbstanzeige im April öffentlich wurde. Zudem wirke sich auch das gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz aus, sagte Eigenthaler.

Wäre das Abkomme nicht im Bundesrat gescheitert, hätten viele Deutsche mit Schwarzgeld in der Schweiz ihre Steuervergehen diskret anonym und mit einem Pauschalsatz zwischen 21 und 41 Prozent bereinigen können. Stattdessen setzen Bundesländer den Ankauf von Daten-CDs aus der Schweiz fort, um Steuersündern auf die Spur zu kommen. Dies treibt die Zahl der Selbstanzeigen weiter. Allein Nordrhein-Westfalen hatte im ersten Halbjahr 2013 eine Vervierfachung gemeldet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach Fall Hoeneß: Selbstanzeigen könnten für üppige Mehreinnahmen sorgen"

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  • Ich warte schon gespannt auf das nächste selbstanzeigen massenmedien kino. Seis drum, was wirklich schlimm ist das man nun von silber investitionen angehalten werden soll durch die ab 01.01.2014 wirksame mehrwertsteuer auf silber münzen, die steuer auf gold münzen dürfte ja nun auch nicht lange warten lassen.

  • @ steuerzahler-xy,
    gemessen an den bisherigen "Erfolgen" bei Klagen wäre sinnvoll die Ergebnisse zu prüfen.
    Bislang wurde doch inhaltlich nur vom Gericht festgestellt, das Gesetz* wäre nicht rechtens - einer Zahlung muss vom Bundestag zugestimmt werden.
    Was hat der Bundestag getan?
    Richtig.
    Zugestimmt.
    *) Bruch des Maastricht-Vertrages, EMS, usw

  • und warum klagt dann keiner? Obwohl dieses Recht ja eigentlich jedem Steuerzahler, also jedem, zustände?

    Weil Steuerverschwendung nicht strafbar ist. War schon immer so. Wer seinen Zehnt nicht entrichtete konnte den Kopf verlieren, sich von den Steuereinnahmen prunkvolle Schlösser zu bauen war das normalste von der Welt. Heute werden weniger Schlösser gebaut, aber dafür Politikers Familie, Verwandte, Freunde, eifrige Parteispender und andere Lichtgestalten mit Posten und Aufträgen versorgt, man schiebt Leuchtturmprojekte an, deren Kosten sich stets im Laufe der Fertigstellung enorm erhöhen. Und natürlich lebt auch die Politikerkaste selbst bestens von dem eingetriebenen Steuergeld.

    Der eigentliche Zweck von Steuern kommt da leider manchmal zu kurz. Die Justiz scheint sich keine Unabhängigkeit mehr leisten zu können. Bildung und Strassenbau werden sträflich vernachlässigt, das wird dazu führen dass bald Autobahnbrücken einstürzen, und keiner weiss warum. Die verantwortlichen Politiker werden natürlich juristisch nicht belangt.

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