Nach Kauf von Daten-CDs
Steuergewerkschaft rechnet mit Flut von Selbstanzeigen

Der neue Steuerdatenkauf durch das Land Nordrhein-Westfalen zeigt offenbar Wirkung. Die Steuergewerkschaft geht in nächster Zeit von tausenden Selbstanzeigen aus. Schon seit Juni steigt die Zahl der Schuldbewussten.
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Essen/Berlin/DüsseldorfNach dem Kauf neuer Steuersünder-CDs durch Nordrhein-Westfalen erwartet die Steuergewerkschaft mehr Selbstanzeigen von mutmaßlichen Steuerhinterziehern, die ihr Geld in der Schweiz angelegt haben. „In den nächsten Wochen ist mit einem wirklich deutlichen Anstieg zu rechnen - bundesweit dürften nicht nur hunderte, sondern tausende Selbstanzeigen eingehen“, sagte Gewerkschaftschef Thomas Eigenthaler der Essener WAZ-Mediengruppe (Montagsausgaben). Die meisten Anzeigen würden zunächst aber wohl einige Zeit auf sich warten lassen.

Viele mutmaßliche Steuerhinterzieher hätten vor ihrer Offenbarung noch Beratungsbedarf, daher baue sich die Welle der Selbstanzeigen zeitversetzt zu den Meldungen über CD-Ankäufe auf, sagte Eigenthaler. „Die Betroffenen ziehen besser erst einen Fachmann zurate - sonst kann der Schuss nach hinten losgehen.“

Laut WAZ-Gruppe beobachten die Finanzministerien und Oberfinanzdirektionen einiger Bundesländer seit Mitte Juni vermehrte Selbstanzeigen zu bisher unbekannten Konten in der Schweiz. NRW hatte von Anfang Juni bis Anfang Juli 93 Selbstanzeigen gemeldet.

Durch den Daten-Kauf wird der Streit zwischen Deutschland und der Schweiz über ihr Steuerabkommen angeheizt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble distanzierte sich von solchen CD-Käufen und unterstrich, das Abkommen entziehe diesem Vorgehen die Basis. Die Schweizer Regierung leitet aus dem unterzeichneten, aber noch nicht geltenden Steuerabkommen ein Kaufverbot für solche Datenträger ab, das sich aber offenbar derzeit bei den Ländern nicht durchsetzen lasse.

Seit dem Frühjahr 2010 sind laut dem Finanzministerium in Düsseldorf insgesamt 6370 Selbstanzeigen mit Bezug zur Schweiz in NRW eingegangen, die dem Fiskus Mehreinnahmen von 300 Millionen Euro bescherten. Zusätzlich hätten zwei Banken wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung insgesamt 200 Millionen Euro gezahlt.

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Finanzminister Schäuble ermahnt die Bundesländer

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  • Die Steuergewerkschaft paktiert mit den deuschen Finanzbehörden und versucht durch derartige Sensationsberichte die betroffenen Anleger zu verunsichern!
    Anleger mit Nerven, lassen sich durch diese Art der Berichterstattung, nicht verunsichern.
    Es gibt Lösungswege aus der Steuerfalle, nur daran verdienen sich Fachanwälte, Steuerberater etc. eine goldene Nase!

  • Geldzuflüsse heizen nur die Ausgabenorgien dieser Verschwender an !

  • Netter Versuch,aber mit vielleicht 500000000 ist nichts zu retten,auch nicht mit 5 Milliarden oder 50.Diese System fährt gegen die Wand.Nur noch eine Frage der Zeit,dann wird es richtig wild.

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