Nach knappem Ja zu GroKo-Verhandlungen SPD fällt in Umfrage auf 17 Prozent zurück

In der ersten Umfrage nach dem SPD-Parteitag verlieren die Genossen an Zustimmung. Nur etwa jeder sechste Wähler würde noch für die SPD stimmen. Dabei findet eine Mehrheit die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gut.
Update: 22.01.2018 - 19:02 Uhr 8 Kommentare

„Skeptiker überzeugen“ – So gemischt sind die Reaktionen

„Skeptiker überzeugen“ – So gemischt sind die Reaktionen

BerlinNach dem knappen Ja der SPD zu Koalitionsverhandlungen mit der Union verlieren die Sozialdemokraten einer Umfrage zufolge in der Bevölkerung weiter an Zustimmung. Laut der am Montag veröffentlichten Forsa-Erhebung im Auftrag von RTL und n-tv rutschte die Partei im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 17 Prozent. AfD und Linke verbesserten sich um jeweils einen Punkt auf 13 beziehungsweise 11 Prozent. Die anderen Parteien blieben gegenüber der Forsa-Erhebung kurz vor dem Parteitag unverändert: CDU/CSU 34, FDP 8, Grüne 12 Prozent.

Die SPD-Entscheidung zum Eintritt in Koalitionsgespräche findet in der Bevölkerung ein unterschiedliches Echo. Laut einem Wahltrend von „Spiegel Online“ in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey bewerteten die Bürger die Entscheidung der Sozialdemokraten überwiegend skeptisch. Der Forsa-Umfrage zufolge begrüßte hingegen eine Mehrheit der Bundesbürger das SPD-Votum.

Laut Civey-Befragung beurteilten gut 51 Prozent den Beschluss des SPD-Parteitags als „eher negativ“ oder sogar „sehr negativ“. Zu einem „eher positiven“ oder „sehr positiven“ Votum kamen nur rund 40 Prozent der gut 5100 Befragten, die online ihre Stimme abgaben.

Laut Forsa nahmen 59 Prozent der Befragten den SPD-Beschluss erfreut zur Kenntnis. 37 Prozent fanden die Entscheidung nicht richtig, 4 Prozent waren unentschieden. In Reihen der SPD-Wähler begrüßten laut Umfrage 65 Prozent den Schritt.

Ein SPD-Parteitag hatte am Sonntag Verhandlungen über eine Neuauflage der großen Koalition zwar knapp gebilligt, die SPD-Führung aber aufgefordert, mehrere Punkte noch durchzusetzen.

Laut Forsa glauben 60 Prozent der Befragten nicht, dass CDU und CSU überhaupt zu Nachverhandlungen bereit sind. Am Ende entscheiden ohnehin noch einmal alle SPD-Mitglieder über einen ausgehandelten Koalitionsvertrag. 59 Prozent der Forsa-Befragten glauben, dass sich die SPD-Mitglieder dann mehrheitlich für den Eintritt in eine neue große Koalition entscheiden würden.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Nach knappem Ja zu GroKo-Verhandlungen - SPD fällt in Umfrage auf 17 Prozent zurück

8 Kommentare zu "Nach knappem Ja zu GroKo-Verhandlungen: SPD fällt in Umfrage auf 17 Prozent zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • .....es ist ja nicht zu fassen...am Abend der Wahl.....das Nein + niemals unter Merkel....und jetzt?
    ....was glaubt Herr Schulz...wie diese Kehrtwende...dieser Bruch eines Versprechens...draußen gewertet wird?....glaubt er tatsächlich...dass das verstanden wird....und ohne Folgen bleiben wird?
    ....jetzt 17 %....wenn gewählt würde?....das wird noch viel drastischer sein....ist die SPD auf dem Weg zur Einstellen-Partei....

    ....der Bürger Herr Schulz...kann Ihr Verhalten nicht mehr nachvollziehen....

    ....und so wird der Absturz seinen Lauf nehmen.....bleibt nur zu hoffen....das Mitglieder-Befragung negativ verlaufen möge...
    ....es gibt für diese Partei im Moment keine Rettung mehr....aber das kennt man ja von der Politik.....werden vom Bürger ......GERADLINIGKEIT.....und andere gute Eigenschaften ab- verlangt.....die Personen in der Politik machen das....was sie immer schon konnten....ihre eigenen Interessen + Pfründe zu sichern....ohne Rücksicht.... auf die ihn wählende Klientel.....wundern wir uns....wenn andere Parteien...besonders die AFD....Nutznießer eines derartigen Verhaltens wird?.....

  • No future für die SPD.
    Nichts ist eine Lösung gegen den massiven Stimmenverlust der SPD in der Zukunft. Sie stand in Nibelungentreue zur unverantwortlichen Flüchtlingspolitik von Merkel, ja übertraf diese noch. Und nachdem sie die immer noch milde Quittung durch hohe Stimmenverluste bekam, verstand sie immer noch nicht, dass der allergrößte Teil der Bevölkerung es eben nicht schön findet, wenn Deutschland immer „bunter“ wird und die Innenstädte praktisch nur noch von herumlungernden Migranten bevölkert werden, und wenn man sich nachts kaum noch auf die Straße traut, vor allem in den SPD-regierten Bundesländern. Und sehr schwer wiegt auch die Tatsache, dass viele Menschen vor einer unverschuldeter Altersarmut stehen, während enorme Summen für falsche Flüchtlinge und falsche Jugendliche darunter ausgegeben und diese nie abgeschoben werden. Auch das Thema des Pflegenotstands hat sie nie richtig interessiert. Stattdessen hat sie unverantwortlich immer wieder Schuleexperimente gefördert, unter denen viele Kinder und Jugendliche leiden. Und dann noch das Versagen bei der Sicherheit in wichtigen Bundesländern wie Berlin, Bremen oder vor bis kurzem NRW. Dazu die Wohnungsfrage. Da hilft gar keine Mietbremse, wenn Wohnraum wegen des Zuzugs von Hunderttausenden knapp wird. Nein, diese Partei ist im Kern verrottet, eine Chaotentruppe mit Flügeln, die sich spinnefeind sind. Das merken die Wähler. Da ist es dann schon völlig egal, ob sie bei einer neuen GroKo mitmacht oder nicht.

  • Der CDU würde es auch nicht schaden noch 20% zu verlieren. Schließlich gibt es keinen Unterschied zwischen CDU und SPD.

  • Danke, Herr Henseler, dass Sie uns mit Ihrer ausführlichen und zudem schlüssigen Argumentation die Segnungen der Globalisierung erläutert haben!
    Ich möchte schließlich auch weiterhin nicht "auf dem trockenen sitzen".

  • Herr Caruso, das Lohnniveau ist nicht weiter unten und ohne Globalisierung sitzen wir
    mittelfristig auf dem trockenen.

  • Die Globalisierungspartei SPD wird jetzt auch weiterhin ihren wertvollen Beitrag leisten um das Lohnniveau in Deutschland weiter nach unten zu drücken und die Lebensbedingungen für Geringverdiener, Sozialhilfebezieher und Rentner zu verschlechtern.

    Sie haben dafür ganz sinnbildlich einen EU-Bonzen zu ihrem Chef gemacht. Sie tun eben das, was man von ihnen erwartet. Die 17% wissen und schätzen das.

  • Das heisst, haette man gegen Koalitionsverhandlungen gestimmt, waere die Zustimmung
    noch niedriger.

  • Das war ja am Wochenende wieder ein politische Trauerspiel.

    Eine schlechtere Figur kann man schon nicht mehr machen.

    Und diese Damen und Herrn wollen in einer Groko mitregieren?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%