Nach Kritik
Merkel auf Annäherungskurs zur Kirche

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach den Irritationen um ihre Kritik an Papst Benedikt XVI. auf die katholische Kirche zugehen. Die CDU-Chefin betonte am Dienstag bei einem Besuch der Katholischen Akademie in Berlin, Werte wie das christliche Menschenbild seien Grundprinzipien eines dauerhaften Zusammenhalts der Gesellschaft.

HB BERLIN. Merkel warb nach dem Amoklauf von Winnenden für eine starke Rolle der Familie. Sie bekannte sich zur besonderen Stellung der Ehe und wandte sich gegen aktive Sterbehilfe.

Die Kritik Merkels am Umgang des Papstes mit dem Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson war bei zahlreichen Katholiken und innerhalb der Union auf deutlichen Widerstand gestoßen. Merkel ging am Abend in ihrer Rede und in einer Fragerunde nicht direkt darauf ein. Sie betonte jedoch die Bedeutung des "C" im Parteinamen CDU und des christlichen Menschenbildes für die Politik. Merkel erwähnte hierbei vor allem Sozial-, Familien- und Integrationspolitik.

"Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft", sagte die Kanzlerin. Sie werde sich "mit aller Kraft" dagegen wenden, dass die besondere Stellung von Ehe und Familie zur Disposition gestellt werde. Für andere Lebensgemeinschaften habe sie Respekt, dies sei aber etwas anderes als Gleichstellung.

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