Nach Merkel-Kritik CDU-Spitze weist Schlarmann-Vorstoß zurück

Nach einem Merkel-kritischen Interview muss CDU-Politiker Josef Schlarmann zum Teil heftige Kritik aus den eigenen Reihen einstecken. Generalsekretär Hermann Gröhe stellte zudem Schlarmanns parteiinterne Arbeit in Frage.
9 Kommentare
Josef Schlarmann steht nach seinem Interview massiv in der Kritik. Quelle: dpa

Josef Schlarmann steht nach seinem Interview massiv in der Kritik.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie CDU-Spitze hat sich mit scharfen Worten gegen die parteiinterne Kritik des Unions-Wirtschaftspolitikers Josef Schlarmann verwahrt. Dessen Äußerungen seien "zum Teil völlig unangemessen", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe der "Rheinischen Post". Zugleich wertete er Schlarmanns parteiinterne Arbeit als unzureichend. Dessen öffentlich geäußerte Kritik stehe "in einem bemerkenswerten Missverhältnis zu seinen eher überschaubaren Beiträgen in den Gremien unserer Partei", sagte Gröhe.

Der als Merkel-Kritiker bekannte Schlarmann, Chef der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU, hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit scharfen Worten Front gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemacht. Er warf ihr vor, das Bündnis mit der FDP zu verraten, potenzielle Nachfolger abzudrängen, die Partei mit einem "Wohlfühl-Programm" ruhigzustellen sowie grundsätzliche Debatten abzuwürgen. Gröhe dagegen nannte die CDU mit Verweis auf die Europa-, Energie- und Bildungsdebatte eine "äußerst lebhaft diskutierende Partei".

Gelassen gab sich Gröhe mit Blick auf das angekündigte Manifest des so genannten Berliner Kreis - einem Zusammenschluss konservativer CDU-Politiker. Jeder, der die Partei weiter nach vorne bringen wolle, sei eine Bereicherung, sagte der Generalsekretär dem Blatt. "Auch wenn ich nicht jede Position des Berliner Kreises teile, so erkenne ich selbstverständlich an, dass viele dort Engagierte eine wichtige Arbeit in unserer Union leisten."

Der "Berliner Kreis" will ungeachtet angeblicher interner Differenzen noch im August ein gemeinsames Manifest vorstellen. Die unter anderem vom hessischen CDU-Fraktionschef Christean Wagner ins Leben gerufene Gruppe will das konservative Profil der CDU stärken, das sie unter Kanzlerin Merkel vernachlässigt sieht.

  • afp
Startseite

Mehr zu: Nach Merkel-Kritik - CDU-Spitze weist Schlarmann-Vorstoß zurück

9 Kommentare zu "Nach Merkel-Kritik: CDU-Spitze weist Schlarmann-Vorstoß zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Diesen dummen Gröhe kann doch ein normaler Mensch nicht anhören.
    Aber Schlarmann sollte aufpassen. Wie man mit Andersdenkenden, Kritikern, eben Dissidenten umgeht, ist nur zu bekannt aus Putin-Land und auch aus der ehemaligen DDR.
    Man kann da auch ganz schnell als psychis krank abgestempelt werden.
    Das Politbüro duldet keinen Widerspruch

  • Oh Gott, und jetzt kommt die Hochfinanz/Springer-Neurose. Ohhh, aber wahrscheinlich bin ich nur Teil dieser gewaltigen Springer-Konspiration und werde finanziert von der "Hochfinanz"....uhhhhhhh

  • nurmalso
    Irrtum, die DDR gibt es immer noch. Sie aht die Budnesrepublik übernommen.
    In vielen Bereichen ist das längst merkbar

  • Oh man, immer dieser Vergleich mit der ehemaligen DDR oder die Verschwörungstheorie "Bilderberger".

    Einfach nur lachhaft! Wer mal sehen will, wer Deutschland wirklich regiert, der schaue sich folgendes Bild an.

    http://www.sueddeutsche.de/medien/mathias-doepfner-von-friede-springer-beschenkt-und-sie-tanzen-einen-tango-1.1444178

    Es ist die Hochfinanz, Friede Springer und "Liz" Mohn geben der Kanzlerin gute Ratschläge. Mit Bertelsmann-Verlag und BILD-Zeitung verfügen beide nicht nur Millarden von Euros sondern auch über sehr viel mediale Macht.

    Aber man kann auch alles in Richtung DDR und Bilderberger schieben. Die eine gibt es nicht mehr und die anderen gab es so noch nie.

  • Ist doch klar. Die Merkel hat sich doch mit hirnlosen umgeben. Und die sind ALTERNATIVLOS!!!

  • Der Kerl lügt.

    Frau Merkel hat sich eindeutig für Herrn Steinbrück (von den Bilderbgern 2011 nominiert), als Bundeskanzler ausgesprochen. sie befolgt die illumierten Befehle der beschnittenen Glaubensbrüder.

    Steinbrück reicht, mehr muss net sein.

  • da hat doch sicherlich POFALLA (der mit dem Zitat:..ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen..) geantwortet!! die Wahrheit will schon lange keiner mehr hören, soweit sind wir schon!! und bis zur Diktatur ist es dann nicht mehr weit!!!

  • Es war klar, dass Merkels Kettenhunde laut bellen werden.
    So ist es in einer stalinistischen Partei, und nichts anderes ist die CDU mittlerweile.
    Respekt vor Herrn Schlarmann!

  • Das Zentralkomittee steht geschlossen hinter der obersten Genossin. Dissident soll sich zur Selbstlaeuterung bitte vor Tribunal entschuldigen, sonst soll er mal die Biographie Trotzkis lesen, um zu wissen, was mit solchen Leuten mit eigener Denke passiert. Vorwaerts mit der Partei zum Sieg des neuen 5-Jahresplanes!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%