Nach Operation
Lafontaine aus Narkose erwacht

Der Linkspartei-Chef hat seine Krebsoperation nach ersten Meldungen gut überstanden. Offen ist jedoch, wie die Linkspartei ihre Führungskrise übersteht - Gregor Gysi stünde jedenfalls nicht als Vorsitzender zur Verfügung.
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HB BERLIN/HOMBURG. Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, schließt aus, die Nachfolge des erkrankten Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine anzutreten. Zum einen gehe er davon aus, dass Lafontaine von seiner Krebsoperation genesen und dann wieder als Parteichef der Linken kandidieren werde, sagte Gysi am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Zum andern müsse in der vereinigten Linken ein gewisser Proporz beachtet werden. Gysi kommt aus der DDR, Lafontaine aus dem Saarland.

Der Proporz hänge damit zusammen, "dass wir sehr spät erst 2007 zu einer Vereinigung gekommen sind und im Unterschied zu anderen Parteien keinen Beitritt organisiert haben, sondern eine wirkliche Vereinigung, die sehr viel anstrengender ist", sagte Gysi. Außerdem verwies er auf sein Alter: "Im Übrigen werde ich im Januar nächsten Jahres 62. Ich weiß schon, was ich mir zutraue und was nicht", wird der Linken-Fraktionschef zitiert.

Nach Einschätzung Gysis ist der Vereinigungsprozess in der Partei noch nicht abgeschlossen. "Die Aufgabe von Oskar Lafontaine und mir besteht darin, die Vereinigung der Partei hinzubekommen. Wenn wir das geleistet haben, dann soll die nächste Generation übernehmen", sagte er.

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  • seine zeit in der politik ist vorbei.
    möge er seine ,,rentenzeit,, genießen.
    er erspart sich streß im alter,und uns seine lächerlich-peinlichen reden im tv .


  • Genesung ist nicht von heute auf morgen.

    Die Spekulation um die Nachfolge ist für mich persönlich nicht zu Akzeptieren.

    Was Denken sich die Parteikollegen eigentlich.

    Glauben im denken nur an dessen Stuhl.

    Wenn überhaupt, aber es steht nicht zur Debatte ist für mich der Georg Gysi derjenige der das Ruder übernehmen sollte auch wen er ein Saarländer ist. Deutschland.
    " Wir sind das Volk“

    Aber Oskar Lafontaine schafft es, er war schon immer ein Kämpfer.

    Gute Genesung wünsche dem frisch operierten.
    Wir sind alle nur Menschen und jeder kann Krank werden.
    Wen nicht sollten Roboter die Politik übernehmen. Aber auch Roboter brauchen Wartung oder fallen manchmal aus.

    Mfg

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