Nach Pegida-Rede
Katholische Kirche erteilt Pfarrer Predigtverbot

Die katholische Kirche setzt ein Zeichen gegen die Bewegung Pegida: Der Bischof von Münster entzog einem Pfarrer die Predigterlaubnis, nachdem dieser sich auf einer Pegida-Demonstration islamfeindlich geäußert hatte.
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MünsterNach einer Rede bei einer Pegida-Demonstration hat der Bischof von Münster, Felix Genn, einem katholischen Priester die Predigtbefugnis entzogen. Der Geistliche dürfe sich innerhalb und außerhalb von Gotteshäusern nicht mehr im Namen der Kirche äußern, teilte das Bistum am Dienstag mit.

Der Priester vom Niederrhein habe am Montagabend in Duisburg Klischees über den Islam verbreitet. Zudem habe er kritisiert, dass während einer Pegida-Kundgebung in Köln Anfang Januar die Beleuchtung des Doms ausgeschaltet worden war. Im Bistum nehme der 67-Jährige allerdings nahezu keine priesterlichen Dienste mehr wahr.

Der Geistliche lege mit seinen Äußerungen, für die er seine Autorität als Pfarrer und Priester missbrauche, „die Grundlagen für rechte Ideologien, für Fremdenfeindlichkeit und für ein Gegeneinander der Religionen, die in der katholischen Kirche keinen Platz haben“, erklärte das Bistum. Bischof Genn habe dem 67-Jährigen schriftlich mitgeteilt, dass er solche Reden nicht „dulden kann und will“.

Laut Bistum hatte der Pfarrer die Verdunkelung des Kölner Doms – eine viel beachtete Protestaktion gegen Pegida – als „sehr betrüblich“ kritisiert. Das Licht sei nur deshalb abgeschaltet worden, „weil Menschen friedlich zusammen kommen und gegen die Islamisierung Europas stehen und still protestieren“, wurde der Priester zitiert.

Mitte Dezember hatte Bambergs Erzbischof Ludwig Schick gesagt: „Christen dürfen bei Pegida nicht mitmachen.“ Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Münchens Kardinal Reinhard Marx, hatte daraufhin klargestellt, dass es dazu für die Katholiken keine „oberhirtlichen Anweisungen“ gebe.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja, und wer sich nicht an die bischöflichen Anweisungen hält, kommt auf den Scheiterhaufen oder wird mit Kondomverbot nicht unter zwei Wochen bestraft...

  • Bischof Genn sorgt gerade dafür, dass diejenigen Katholiken, die noch nicht nach der Domverdunkelung aus der Kirche ausgetreten sind, es jetzt tun.
    Auch die Kirche schafft sich durch Intoleranz gegenüber Priestern, die denken und sich den Mund nicht verbieten lassen, selbst ab. Der Islam ist der lachende Dritte ...

  • Dieser Pfarrer darf sich nicht mehr im "Namen der Kirche" äußern...privat kann er sich äußern. Und ein Pfarrer hat ja auch noch ein Privatleben. Somit sollte sich der Pfarrer also nur noch Privat sprechen bzw. sich äußern. Dann wäre doch alles geklärt.

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