Nach Prokon-Pleite: Regierung will Verbot von riskanten Finanzprodukten

Nach Prokon-Pleite
Regierung will Verbot von riskanten Finanzprodukten

Nach dem Insolvenzantrag von Prokon treiben die Ministerien Regulierungspläne voran. Laut einem Medienbericht will die Bundesregierung riskante Finanzprodukte künftig beschranken und notfalls verbieten.
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MünchenNach der Insolvenz des Windkraftfinanzierers Prokon will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge den Verkauf einzelner riskanter Finanzprodukte an Kleinanleger in Zukunft notfalls beschränken oder sogar verbieten. Die beteiligten Ministerien seien sich darüber einig, die Finanzaufsichtsbehörde Bafin mit einer entsprechenden Ermächtigung auszustatten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Donnerstagsausgabe. Die seit längerem laufenden Vorarbeiten würden jetzt wegen des Falls Prokon intensiviert. Zudem solle die Bafin den Verbraucherschutz bei der Prüfung von Wertpapierverkaufsprospekten stärker ins Visier nehmen.

Laut "SZ" steht das Bundesfinanzministerium einem Vorschlag des neuen Parlamentarischen Staatssekretärs im Justizministerium, Ulrich Kelber (SPD), für besseren Anlegerschutz wohlwollend gegenüber. Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) denke in die gleiche Richtung wie Kelber und wolle einer Mitteilung vom Mittwoch zufolge die Koalitionsvereinbarung zum Verbraucherschutz "eins zu eins" umsetzen. "Hierzu gehört zunächst auch die konsequente Aufarbeitung des aktuellen Falles 'Prokon' und eventuell hieraus resultierender Konsequenzen", zitierte das Blatt aus einer Ministeriums-Stellungnahme.

Obwohl der Anlegerschutz auf europäischer und nationaler Ebene in den vergangenen Jahren bereits verbessert und der Verkauf sogenannter Genussrechte stärker reguliert worden sei, prüfe das Ministerium nach eigenen Angaben permanent, "ob noch Regelungslücken bestehen". Auf Anfrage der Zeitung habe Schäubles Haus aber auch erklärt: "Dies ändert nichts daran, dass dem Verbraucher und Anleger eine Schlüsselrolle bei seiner eigenen Entscheidung zu investieren zukommt. Der Anleger soll in der Lage sein, eine verständige und informierte Anlageentscheidung zu treffen."

Prokon nahm durch den Verkauf von Genussrechten an Privatkunden etwa 1,4 Milliarden Euro von rund 75.000 Anlegern ein. Das Unternehmen hatte mit einer festen Verzinsung von sechs Prozent geworben und bis zu acht Prozent Zinsen ausgezahlt, konnte nach eigenen Angaben zuletzt aber keinerlei Rück- oder Zinszahlungen mehr leisten. Am Mittwoch meldete der Windparkfinanzierer Insolvenz an. Unklar ist, wie viel vom Anleger-Geld verloren sein könnte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ich bin zwar kein Regierungsmitglied (und Gott bewahre mich davor jemals so tief zu sinken), aber ich würde auch gern was verbieten wollen. Nämlich praktisch alles, was unter der Rubrik FINANZINDUSTRIE läuft!
    Abschaffung der Zinsen, Abschaffung von Aktien und Anleihen, Abschaffung von Fonds, Trusts, Derivaten und und und....!
    Eine Bank wäre dann nichts weiter, als ein Gebäude, in dem Menschen und Firmen ihre Wertsachen und Vermögen sicher aufbewahrt wissen.
    Ach was könnten wir doch in einer friedlichen ruhigen Welt leben. Und niemand müßte sich beleidigt oder diskriminiert fühlen, wenn man Finanzjude zu ihm sagt. Weil es das dann ja praktisch gar nicht mehr geben würde.
    Na man wird ja wohl noch etwas träumen dürfen!

  • So, so; Schäuble will uns schützen. Schützen vor Schlechtanlagen im finanziellen Bereich.Heidenei; do soll er doch glei mol bei Rürup und Rieschter ohfange. Dös san momentan die gröschte Geldvernichter un natürlich ach die NULL Zins Politik fun der EU Bank. Verbiede! Olle zsamme! sofort!

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