Nach Provokation
Krawalle in Suhler Flüchtlingsheim

Der unflätige Umgang eines Mannes mit dem Koran hat im Suhler Flüchtlingsheim für Krawalle gesorgt. Heimbewohner fühlten sich provoziert. Die Lage eskalierte. Drei Beamte und zehn Heimbewohner wurden verletzt.
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SuhlNach den Ausschreitungen in einer Suhler Flüchtlingsunterkunft hat die Polizei einen Mann in Schutzgewahrsam genommen. Wie die Thüringer Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, wurde der Asylbewerber zu Beginn des Streits am Mittwochabend von rund 20 anderen Heimbewohnern verfolgt, weil er mit dem Koran unflätig umgegangen sei. Später beteiligten sich etwa 50 Flüchtlinge an dem Streit, weitere 50 sollen zugeschaut haben.

Die Polizei versuchte, die streitenden Parteien zu trennen. Die Lage eskalierte allerdings. Polizisten seien von den Flüchtlingen attackiert und mit Steinen sowie Stangen beworfen worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Bei der Auseinandersetzung wurden drei Beamte und mindestens zehn Heimbewohner verletzt. Zudem wurden sechs Polizeiautos beschädigt. Erst nach vier Stunden hatte sich die Lage wieder beruhigt.

Das Flüchtlingsheim stand bereits häufiger in der Kritik: Suhls Oberbürgermeister Jens Triebel (parteilos) hatte Anfang August mit der Schließung der Unterkunft wegen Baumängeln gedroht. Nachdem diese beseitigt worden waren, war die Schließung vom Tisch. Thema war aber auch immer wieder die massive Überbelegung im Heim. Diese war Auslöser für eine Schlägerei in der Einrichtung Anfang August. Wegen Platzmangels sollten die Flüchtlinge damals auf dem Gang schlafen. Der Flüchtlingsrat forderte in diesem Zusammenhang von der Landesregierung eine weitere Erstaufnahmestelle.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der deutsche Michel lässt sich treiben von rot-grünen Ideologen und verzichtet auf seine ureigene Fähigkeit, kritische Gedanken zu äußern. Eingelullt in Wohlstand, den andere Generationen geschaffen haben, meint er nun, unsere Kultur würde sich zwangsläufig auflösen, um die nächste Stufe der Evolution zu erreichen - den "Weltbürger". Das traurige ist, dass wir die Welt verschlimmbessern, wenn wir unsere Kultur uns unsere Eigenheiten ohne Widerstand preisgeben. Wir versuchen in einem bunten eigenschaftslosen Völkerbrei aufzugehen, beseelt vom seltsamen Gedanken, dass nur unser Kapital und die Wirtschaftskraft zusammenhalten. Und unsere Staatsratsvorsitzende ist in Brasilien, während hier die Luft brennt. Das sind die ersten Anzeichen eines nicht mehr fernen Bürgerkieges in der BRD.

  • Klaus Hofer
    Volle Zustimmung.
    Ab er unsere Staatsratsvorsitzede muß ja Brasilien fliegen, unser Land interessiert die nicht

  • Dieser Vorfall sollte auch die Protagonisten der uneingeschränkten Willkommenskultur zum Nachdenken veranlassen, zumal gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen hierzulande kein Einzelfall darstellen. Die Tatsache, daß Polizisten, die den Streit beilegen wollten, mit Steinen beworfen und mehrere Einsatzfahrzeuge beschädigt wurden, bezeugt die Gewaltbereitschaft von Personen, die ob ihres soziokulturellen Hintergrundes nicht zu unserem Gemeinwesen passen und vor allem auch nicht den Schutz des Asylrechts für sich in Anspruch nehmen können. Eine sofortige Ausweisung der beteiligten Gewalttäter wäre daher angezeigt. Ein Rechtsstaat, der sich selbst nicht mehr adäquat zur Wehr setzen kann, gibt sich selbst auf.

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