Nach Schießerei mit drei Toten

Justizministerin will keine neue Debatte zum Waffenrecht

Die Justizministerin sieht nach der Schießerei mit drei Toten bei Heidelberg keinen Grund für eine Verschärfung des Waffenrechts. Auch an der Erlaubnis, Waffen zu Hause zu lagern, werde sich nichts ändern.
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Gegen eine Änderung der Waffenrechts: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sieht keinen Bedarf für eine Verschärfung. Quelle: dpa

Gegen eine Änderung der Waffenrechts: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sieht keinen Bedarf für eine Verschärfung.

(Foto: dpa)

HeidelbergBundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sieht nach der Schießerei mit drei Toten in Dossenheim bei Heidelberg keinen Anlass für ein verschärftes Waffenrecht. "Waffen wird es immer geben. Wir sollten angesichts des fürchterlichen Einzelfalls keine neue Debatte führen", sagte sie der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Freitagsausgabe).

Die Debatte um ein Verbot von Großkaliberwaffen für Sportschützen sei oft genug geführt worden. "Man muss auch immer sehen: Verbietet man eine Waffenart, wird eine andere benutzt. Bringt das die Sicherheit?"

Das Waffenrecht sei zuletzt mehrfach geändert worden. Unter anderem trage das digitale Waffenregister zu einer besseren Kontrolle von Schusswaffen bei. Absolute Sicherheit könne es aber nicht geben, betonte die Ministerin. Auch an der Erlaubnis, Waffen zu Hause zu lagern, werde es keine Änderungen geben.

Ein 71-jähriger Rentner hatte am am Dienstagabend bei einer Eigentümerversammlung zwei Menschen und danach sich selbst erschossen. Der Sportschütze verletzte bei Tat fünf weitere Menschen schwer, unter ihnen war auch seine Ehefrau.

  • afp
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4 Kommentare zu "Nach Schießerei mit drei Toten: Justizministerin will keine neue Debatte zum Waffenrecht"

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  • Ich bin auch Legalwaffenbesitzer (Sportschütze - 5 Kurzwaffen) seit 1973 und würde keine Partei wählen, die den Besitz infrage stellt wie etwa SPD, Grüne und die Kommunisten von "Die Linke".
    Gut, daß die Justizministerin klare Worte gefunden hat. Am 22.9. geht meine Zweitstimme an die FDP!

  • Die meisten Waffenbesitzer sind Verbrecher, weil es in Deutschland ca. 20-30 Millionen illegale Waffen gibt, dagegen sind die ca. 5,5 Millionen Legalwaffen völlig irrelevant und eine weitere Verschärfung würde auch dieses Mal wieder nicht die Verbrecher treffen.

  • Die meisten Menschen in Deutschland sterben durch Messerangriffe oder werden zu Krüppeln. Eine Studie in Deutschland über die Höhe der Angriffe und wer sie ausführt
    würde die Bevölkerung erschrecken. In Hamburg vergeht kein Tag wo es keine Messerangriffe gibt. Zum eigenen Schutz ist es deshalb sinnvoll sich ebenfalls zu bewaffnen. Allein schon deshalb, weil Angriffe mit Messern vor Gericht kaum geahndet werden und Opfer die überlebt haben, den Täter täglich auf der Strasse lachen sehen können. Die eine oder anderen Kultur bei uns gesteht man sogar zu, dass sie aus Tration Messer bei sich tragen. Das vermindert die Strafe nochmal.

  • Die meisten Waffenbesitzer sind nun mal Sportschützen, also
    passieren da auch die meisten Vorkommnisse. Aber auch Richter, Staatsanwälte,Polizisten und Soldaten dürfen Waffen
    besitzen und auch führen. Mich würde da schon einmal das Verhältnis zwischen Mißbrauch und Anzahl der Waffenbesitzer
    interessieren.

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