Nach Schwächeanfall
Müntefering wird erst mal kürzer treten

Nach seinem Schwächeanfall bei einem Wahlkampfauftritt im saarländischen Homburg will SPD-Chef Franz Müntefering für einige Tage etwas kürzer treten und hat daher mehrere Wahlkampftermine abgesagt.

HB BERLIN. Auf dringendes Anraten seines Arztes strich der 65-Jährige kurzfristig einen für Donnerstagabend geplanten Fernsehauftritt. Bei dem SPD-Vorsitzenden sei ein Magen- und Darminfekt festgestellt worden, sagte sein Sprecher Lars Kühn. "Das muss auskuriert werden. Deswegen braucht er heute erstmal Ruhe." Sein Terminkalender werde bis zum Wochenende etwas ausgedünnt. "Dann wird er auch wieder gesund sein", sagte Kühn. Wie die SPD am Abend mitteilte, sagte Müntefering unter anderem seine Teilnahme an Wahlkampfkundgebungen am Freitag in Kandel und Wiesbaden ab. Eine für Samstag geplante Kundgebung in Meschede entfalle ganz.

Die Nacht zum Donnerstag hatte Müntefering in Homburg in der Universitätsklinik verbracht, nachdem er am Mittwochabend bei einer Wahlkampfrede auf der Bühne zusammengebrochen war. "Etwas verlängerter Aufenthalt, aber alles klar", scherzte der Parteichef, als er am Vormittag in Begleitung von Personenschützern das Krankenhaus verließ. Von Saarbrücken aus flog er nach Berlin und kehrte in seine Privatwohnung zurück. "Ihm geht es gut", sagte Kühn.

In der ZDF-Sendung "Die Berliner Runde" am Donnerstagabend sollte der stellvertretende Parteivorsitzende Wolfgang Clement Münteferings Platz einnehmen, um mit Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel, CSU-Chef Edmund Stoiber, FDP-Chef Guido Westerwelle und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zu diskutieren.

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