Nach Schweizer Volksinitiative: Managergehälter erhitzen die Gemüter

Nach Schweizer Volksinitiative
Managergehälter erhitzen die Gemüter

Seitdem Schweizer Volksentscheid wird hierzulande der Ruf nach einer Gehälter-Deckelung lauter. Derweil kämpft London gegen die geplante EU-Neuregelung der Banker-Boni, doch Schäuble will die Briten mit ins Boot holen.
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BerlinNach der erfolgreichen Schweizer Volksinitiative gegen überzogene Managergehälter mehren sich in Deutschland die Forderungen nach einer Begrenzung der Bezüge von Spitzenkräften. SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach sich im „Focus“ für eine gesetzliche Regelung aus, sollte es keine freiwilligen Lösungen geben. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier bekräftigte den Willen Brüssels, bis Jahresende auf europäischer Ebene aktiv zu werden.

BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer hält hingegen nichts von einer solchen Lösung, wie er der „Welt am Sonntag“ sagte. Wenn man sich die deutsche Industrie anschaue, seien „die Vorstandsgehälter in der Regel absolut im Rahmen“, sagte der Lenker des Automobil-Konzerns am Rande des Genfer Autosalons dem Blatt zufolge weiter. „Ich halte nicht viel von staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft.“

SPD-Chef Gabriel sagte dem „Focus“ hingegen, die Bezüge der Wirtschaftslenker seien „eine Frage des Anstands“. Ihm wäre es zwar lieber, wenn „die Unternehmen selbst zur Besinnung kämen und diese unanständigen Managergehälter drastisch kürzen würden“. Sollte das aber nicht passieren, dann „werden auch solche Vorschläge auf den Tisch kommen, in denen der Gesetzgeber Obergrenzen oder Bandbreiten schafft“, kündigte der SPD-Vorsitzende an.

Auch in der CDU gibt es Forderungen nach Begrenzung: Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) regte im „Focus“ an, „die steuerliche Absetzbarkeit von Abfindungen als Betriebsausgaben zu begrenzen“. Zudem solle man „prüfen, ob und in wie weit eine Beschränkung der Absetzbarkeit von Vorstandsgehältern möglich ist“.

Die Schweizer hatten vor einer Woche mit rund 68 Prozent einer Volksinitiative zugestimmt. Sie zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden.

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  • Ja, das fällt beim Handelsblatt des Öfteren auf.

  • interessant: ich habe gegen 9:00h einen Kommentar gepostet, der immer noch nicht veröffentlicht ist- haben wir es hier mit Beschneidung der Meinungsfreiheit zu tun?

  • Sportler bereichern sich nicht auf Kosten Anderer?
    Nach meiner Meinung falsch! Die Wahnsinnsgehälter werden doch auf Kosten der Eintrittspreise gezahlt. Ausplünderung der Bürger nene ich so etwas. Die Eintrittspreise sollten wieder bei reinen Stadienunterhaltskosten, Jugendförderung und Verwaltungskosten bzw. Spielergehälter = Hartz IV sein.

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