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02.10.2006 
Markt für Generika

Nach Spargesetz sinken Medikamentenpreise

Das im Mai in Kraft getretene Arzneimittel-Spargesetz (AVWG) von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat einen regelrechten Preisrutsch auf dem Markt für Generika ausgelöst.

HB BERLIN. Nach einer Studie von IMS-Statistik, die dem Handelsblatt vorliegt, gingen die Preise für die ohnehin preiswerten Nachahmerpräparate, die nach Ablauf des Patentschutzes für teure Originalmedikamente auf den Markt kommen, zwischen März und Juli um durchschnittlich 20 Prozent zurück.

Die stärksten Preissenkungen stellte IMS in der im Auftrag des Arzneimittelverbands Pro Generika erstellten Studie bei den acht umsatzstärksten verschreibungspflichtigen Wirkstoffen in Tablettenform fest. So sanken die Herstellerabgabepreise für die Blutdrucksenker Ramipril, Enalapril und Amlodipine mit 52, 41 und 37 Prozent am stärksten. Aufs Jahr hochgerechnet sollen allein die Preissenkungen den Krankenkassen Einsparungen von 527 Millionen Euro bringen. Damit führte das AVWG dazu, dass in Deutschland Generika erstmals wieder preiswerter sind als in den vier wichtigsten Vergleichsländern Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich.

Verantwortlich für den Preisrutsch sind zum einen niedrigere Festbeträge, die die Krankenkassen auf der Basis des neuen Gesetzes festlegen mussten. Zusätzliche Preissenkungen wurden dadurch ausgelöst, dass die Kassen die Versicherten seit Juli von Zuzahlungen befreien können, wenn sie sich Medikamente verordnen lassen, deren Preise um mindestens 30 Prozent unter Festbetrag liegen.

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