Nach Spitzelvorwürfen
FDP-Chef lässt Ex-Büroleiter doch komplett fallen

Nachdem Guido Westerwelles Büroleiter Helmut Metzner sich als Informant der USA offenbart hatte, wurde er von dieser Aufgabe entbunden. Allerdings sollte er in der Parteizentrale beschäftigt bleiben. Doch jetzt vollzieht die FDP eine Kehrtwende und trennt sich von Metzner.
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HB BERLIN. Parteisprecher Wulf Oehme sagte am Mittwoch, das Arbeitsverhältnis zwischen der Bundesgeschäftsstelle und Helmut Metzner sei "einvernehmlich" aufgelöst worden. Über Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden. Damit ist der ehemalige Büroleiter von FDP-Chef Guido Westerwelle ab sofort nicht mehr für die Partei tätig.

Der 42-jährige FDP-Mitarbeiter soll der US-Botschaft in Berlin Interna aus den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP verraten haben.

Bekannt wurde seine Doppelrolle durch vertrauliche Dokumente des US-Außenministeriums, die von der Internetplattform Wikileaks veröffentlicht wurden. Nachdem sich Metzner geoutet hatte, wurde er von der Bundesgeschäftsstelle beurlaubt.

Er führte während der Koalitionsverhandlungen im vergangenen Herbst Protokoll und war in der FDP-Zentrale für "internationale Kontakte" zuständig.

Anfangs hatte die Partei versucht, den Zwischenfall herunterzuspielen. Parteisprecher Oehme hatte gesagt, Metzner habe im Rahmen seiner Tätigkeit "wie zahlreiche Mitarbeiter anderer Parteien auch mit der US-Botschaft im Gesprächskontakt" gestanden und habe "frei zugängliche Auskünfte" erteilt. Es seien keine vertraulichen Dokumente übergeben oder zur Einsicht gewährt worden, vielmehr habe es sich um "verdichtetes Zeitungswissen" gehandelt. "Für ein rechtlich angreifbares Verhalten gibt es keinerlei Anhaltspunkte."

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  • Wen überrascht es denn, das Westerwelle sich so verhält. ich erinnere an den Tod von Herrn Möllemann und der entsprechenden Vorgeschichte (einiges davon läßt sich aber aus seinem buch entnehmen). Die Umstände seines Todes sind für mich nach wie vor mysteriös. Auf alle Fälle hat Möllemann in seinem buch darüber geschrieben, daß die israelis seinen politischen Tod wollten und das Westerwelle auf einer Reise nach israel wohl soetwas wie eine "Gehirnwäsche" erhalten hat. in Verbindung mit der Meldung, vorletzte Woche, daß der Tod batschels wohl auf das Konto der israelis geht, kann sich jeder seinen Teil denken.
    Es ist offensichtlich absicht, daß keiner mehr zur Wahl gehen soll. Dann können die wenigen, die noch wählen über das Geschick dieses Landes bestimmen. Ja und es ist Wahr, es gibt in Deutschland keine Mindestwahlbeteiliung. Also Wenn gar niemand mehr zur Wahl gehen würde, könnten sich Leute wie Westerwelle und Merkel etc. einfach selber wählen und es währe rechtens UNGLAUbLiCH AbER WAHR !!!

  • Noch garnicht eingearbeitet,
    nach 10 Jahren Abgeordnetendiät und schon am Ende,

    der Westerwelle und denr Niebel.

  • Ein bock muß immer sein.Es ist eben nicht`"Gut so".

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