Nach Steinbach-Rückzug: Parteienforscher gibt Rechtspartei gute Chancen

Nach Steinbach-Rückzug
Parteienforscher gibt Rechtspartei gute Chancen

Der Parteienforscher Gerd Langguth sieht großes Potential für eine neokonservative rechts von CDU und CSU in Deutschland. Nach dem Rückzug der Vetriebenenpräsidentin Erika Steinbach äußerten auch andere Unionspolitiker ihre Sorge um das konservative Profil der Parteien. In einem Interview kritisierte Steinbach den Kurs der CDU – und nahm den zurückgetretenen Bundesbanker Thilo Sarrazin in Schutz.
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HB PASSAU/BERLIN. Der Parteienforscher Gerd Langguth sieht Potenzial für eine neokonservative Partei in Deutschland. „Eine gut geführte konservative Partei – vorausgesetzt, sie verfügt über eine charismatische Führungspersönlichkeit – würde die Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen mühelos überspringen“, sagte der Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Bonn der „Passauer Neuen Presse“. Allerdings hält er Umfrageergebnisse für “übertrieben“, die einer Partei rechts von der Union bis zu 18 Prozent voraussagen.

Nach der Ankündigung von Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach, sich aus dem CDU-Vorstand zurückzuziehen, hatte die Debatte um eine neue konservative Partei Fahrt aufgenommen. „Der CDU fehlen konservative Persönlichkeiten. Das lässt sich nicht mit ein paar programmatischen Sprüchen wettmachen“, analysierte Langguth die Lage der Union. Die CDU habe sich stark verändert, Angela Merkel habe der Partei einen Modernisierungskurs verpasst. Doch fehle es auch am intellektuellen konservativen Nachwuchs, sagte der Experte.

Auch der CSU-Innenpolitiker Norbert Geis warnte vor einer neuen Partei am rechten Rand. Dem „Hamburger Abendblatt“ sagte Geis, „das bedeutet für die großen Parteien, dass sie das Problem nicht aussitzen dürfen. CDU/CSU und SPD müssen die Sorgen der Bevölkerung hinsichtlich der Integrationsprobleme, die es mit muslimischen Migranten gibt, jetzt ernst nehmen. Denn diese Sorgen werden sich mit dem Abgang von Thilo Sarrazin nicht in Luft auflösen.“ Für die Volksparteien heiße das, dass sie die unbequeme Diskussion in ihren eigenen Reihen zulassen müssen und nicht abwürgen dürfen. „Sie dürfen sie auf gar keinen Fall radikalen Parteien überlassen“, sagte Geis.

Steinbach sieht CDU auf falschem Weg

Die wegen ihrer Äußerungen über den Beginn des Zweiten Weltkriegs in die Kritik geratene Steinbach warf der CDU-Führung einen falschen Kurs vor. Der politische Weg der CDU sei strategisch falsch, sagte das CDU-Vorstandsmitglied der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. Konservative Werte würden nach außen verschleiert, verbrämt und nicht ausgesprochen. Die CDU dürfe sich aber nicht den Ton der linken Schickeria zu eigen machen.

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Kommentare zu " Nach Steinbach-Rückzug: Parteienforscher gibt Rechtspartei gute Chancen"

Alle Kommentare
  • @Peter Scholz
    nein, ich glaube, ich habe nie so ein Ding gefunden.
    ich brachte das auch nur mal als beispiel, dass eben Manipulation alles ist. man muß nur lange genug alles immer wiederholen und die bürger glauben den größten Mist.
    Und so ist es heute z. T. wieder und, ich bin da ganz ehrlich, das macht mir Angst.
    Von baring hat schon vor ein paar Jahren in einer TV-Sendung gesagt "bürger auf die barrikaden"

  • Nur weil ein Politiker die "Moral" ausruft, die eignen persönlichen Ziele nicht verfolgen? Ziemlich naiv!

    Aber es ist klar: Rechts von der CDU/CSU ist eine riesige Lücke, insbesondere in Süddeutschland. Es fehlt nur die initialzündung a la Sarrazin zur Gründung einer neuen Partei/bewegung. Dann wäre "Weimar" insofern wiederhergestellt, als daß CDU/CSU/SPD eine Dauerkoalition bilden müßten, nur mit dem Untersied, daß es keine "Große" wie in der "bonner Republik" wäre und wie damals verheerende Folgen hätte.

    Wo ist der (die) Parteistratege (in) bei der Union der (die) das erkennt? Ganz wichtig: So wie die SPD immer ganz (!) Norddeutschland (heute sinschließlich brandenburg/berlin und Mecklenburg) hinter sich hatte, als sie die Kanzler stellte, so muß die Union ganz (!) Süddeutschland (heute: einschließlich Sachsen und Thüringen) hinter sich haben, will sie den Kanzler(in) stellen. Danach sieht es z.Zt. nicht mehr aus.

  • [4] Margrit Steer, interessant! Haben Sie denn auch Kartoffelkäfer gefunden? Und wo?
    ist es für Kinder nicht frustrierend, wenn es keine Kartoffelkäfer gibt? Eigentlich hätte sich Frau Merkel ja auch an der Suche beteiligen müssen. Oder hat sie als Agipop-Fachkraft das Vorauskommndo wie bei einer Schnitzeljagt bestellt?

  • Die CDU habe sich stark verändert, Angela Merkel habe der Partei einen Modernisierungskurs verpasst - so Prof. Langguth

    Hier irrt der Prof. Langgut. Das ist kein Modernisierungskurs, sondern das ist eine Hinwendung zur SED. Und dies wird immer merkbarer.
    Der Publizist und Journalist broder spricht von einer "Verostung" unseres Landes. Dem kann ich mich anschließen.
    Kohl hat den Fehler wiederholt der 1945 gemacht wurde. Er hat alle Wendehälse und blockflöten ungeprüft in die westdeutschen Parteien aufgenommen. Sind die über Nacht alle zu lupenreinen Demokrateng geworden nur weil die Mauer fiel? Seitdem haben wir auch wieder den unschönen diktatorischen Ton im Land. Der bürger wird gegängelt, Redefreiheit mehr udn mehr eingeschränkt, wir sehen das bei Sarrazin. Es wird geschnüffelt was das zeug hält und überwacht, parieren wir nicht, kommt die Nazikeule.
    Die Antifa-Pöbler wrden gehätschelt und so etwas wie eine Privatarmee der Politik, überall wo sich konservative Gruppen bilden werden sie hingeschickt um dies zu verhindert durch Randale wie in Köln im letzten Jahr. Die Politik duldet keine andere Meinung mehr als die von ihnen vorgegebene und die ist stramm links.
    Dann hat Merkel sich die CDU unter den Nagel gerissen und wurde auch noch Kanzlerin. Und alle verblödeten Deutschen bis hin zu den Journalisten waren im Glücksrausch "endlich eine Fraue, ach was sind wir modern" "Und dann noch eine aus dem Osten" Die Emanzen kriegten sich vor Freude kaum noch ein.
    Nach dem Vorleben dieser Frau wurde nicht gefragt, ihre FDJ-Tätigkeit spielt sie runter und alle gehen ihr auf den Leim. Langsam aber stetig formte sie die CDU um zu einer neuen sozialistischen blocpartei, wer ihr im Wege war, wurde klein gemacht, weg gekickt oder ging von selber. Sie kann es nur mit Jasagern, wie jeder Diktator.
    Kauder hat vor kurzem dem Hamburger Abendblatt selbst gesagt, dass die CDU keine konsrvative Partei mehr sei.
    Merkt eigentlich wirklich niemand, wie gefährlich diese Frau ist?
    Und Unterstützung findet sie vorrangig bei den Grünen die immer schon dem DDR-Sozialismus zugetan waren.
    Es wird Zeit, dass wir eine bürgerliche-konservative Partei bekommen um diesen gefährlichen linken Trend in eine neue sozialistische Diktatur zu stoppen.
    Oder wollen wir eines Tages aufwachen und am Rathaus hängt nicht mehr die Deutschlandfahne sondern wieder Hammer und Sichekl und danebem der Halbmond? Denn das wollen ja die Grünen so gerne und auch Teile der CDU
    Man muß nur immer wieder den gleichen Mist gebetsmühlenartig erzählen, dann glaubt das Volk alles.
    "Die Flugzeuge aus dem feindlichen Westen vom imperialistischen Klassenfeind sind über die DDR geflogen und ahben Kartoffelkäfer abgeworfen, damit die Ernte in der DDR vernichtet wird"

    das hat man uns Schulkindern (ich war damals 9) erzählt. Und wir ahben das auch alle geglaubt, denn wir mußten ja regelmäig auf die Felder zum Suchen nach Kartoffelkäfern.
    Erst später nach unserer Flucht, begriffen wir Kinder so langsam, was man da für Mist erzählt hat.
    Und was haben wr heute? Schnüffeln, EMails ausspionieren alles wird erklärt mit Terrorismusgefahr.
    Zur Abwendung von Terroristen braucht unsr Staat unsre gesamten Gehaltsdatenh??????
    Und keiner wehrt sich, das erschreckt
    Also es wird höchste Zeit für ein Umsteuern und somit einr neuen Partei

  • Vor fast drei Jahrzenhnten wollte ich nach Kanada auswandern und blieb letztendlich, weil Kohl Moral einforderte, die von den braunen Horden in den Schmutz getreten wurden. Was passierte? Das Ehrenwort endete in einer schweizer badewanne. Hört mir doch einer auf mit altbackenen Sprüchen. War Kohl treu? ist Merkel ehrlich?
    Wie steht es denn mit Gerechtigkeit, Mitgefühl, Friedfertigkeit und Liebe, wenn sich in Deutschland alle 45 Minuten jemand das Leben nimmt?
    ist Ehre und Würde vom Vermögen abhängig?
    brauchen wir das Konservative, wenn es sich lediglich in bürgerlichen Tugenden festmacht? Nein!
    Können uns die rechts-links Rohrkreppierer überhaupt einen Wert vermitteln? Nein! Auf deren Agenda stehen Haß, Rache, Habsucht,Gewalttätigkeit, Neid und Vertuschung. Am liebsten würden sie in letzter Konsequenz übereinander herfallen und als Gewinner alles unterdrücken.
    Das Thema ist mitten in der Gesellschaft angesiedelt, weil es alle angeht. Mit der FDP hat das auch nicht viel gemein.
    Nur eine Gesellschaft mit inneren Werten hat Kraft genug für eine Leitkultur, der sich letztendlich auch nicht islamisten verschließen können. Nur die stärkere Moral wird sich behaupten können.
    Morgens Frohlocken und Abends ein Hosianna meine ich nicht.
    Der Moral entgegen steht die anonyme Massengesellschaft aber auch das Einfamilienhaus, über dessen Kellerleben man nichts weiß.

    http://www.bps-niedenstein.de/

  • Warum muß es denn eine rechte Partei sein? Was in D fehlt ist die liberale Alternative. Nein, nicht der Kasperle-Verein von Spaß-Guido. ich meine eine liberale Partei, die den Namen verdient. Also im Geiste und der Tradition von „von Mises“, „von Hayek“ u.a.


    Euer

    Karl Napf

  • Eine neue konservative Partei ist meines Erachtens unumgänglich, sie muß und wird kommen. Die CDU mit all ihren Waschlappen hat fertig!

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