Nach Überschussmeldung
Kassen stellen Beitragssenkungen in Aussicht

Nach den erzielten Überschüssen bis zur Jahresmitte halten die gesetzlichen Krankenkassen weitere Beitragssenkungen Ende 2004 oder Anfang 2005 für möglich. Allerdings bestünden noch Kostenrisiken, etwa über die weitere Entwicklung der Gesundheitsreform und die unklare Situation über die Ausgliederung der Kosten des Zahnersatzes.

HB BERLIN. „Die Chancen für Beitragssenkungen wachsen“, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), die rund 19 Mill. Mitglieder haben. Der Umfang einer möglichen Senkung sei aber noch offen. Derzeit liegt der Beitragssatz bei der AOK im Durchschnitt 14,36 %. „Auch wir sind zuversichtlich, dass bei uns gegen Ende des Jahres die Beiträge weiter gesenkt werden können“, sagte ein Sprecher der Barmer Ersatzkasse (BEK). Über den Umfang könne aber ebenfalls noch nichts gesagt werden. Die BEK mit ihren 5,6 Mill. Mitgliedern hat einen Beitragssatz von 14,7 %. Ein Sprecher der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK), die ebenfalls 14,7 % verlangt, stellte eine weitere Beitragssenkung Ende 2004 oder Anfang 2005 in Aussicht. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen äußerte sich ähnlich. Die bundesweit 220 Betriebskrankenkassen (BKK) mit zusammen 10,3 Mill. Mitgliedern haben derzeit einen durchschnittlichen Beitragssatz von 13,9 %.

Zurückhaltender äußerte sich eine Sprecherin der Techniker Krankenkasse (TK). Zwar habe auch die TK im Halbjahr einen Überschuss erwirtschaftet, doch sei es noch zu früh, um zu sagen, ob es weitere Senkungen geben werde. „Wenn wir senken können, werden wir senken“, sagte die Sprecherin.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) haben die Krankenkassen in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss von 2,5 Mrd. € erwirtschaftet. Angesichts dieser Entwicklung hatte sie bekräftigt, der durchschnittliche Beitragssatz werde Ende 2004 oder Anfang 2005 auf unter 14 % sinken.

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