Nach Versorgungspanne
Regierung greift Stromversorger an

Die Bundesregierung hat die Energieversorger nach den Stromausfällen in weiten Teilen Europas am Wochenende scharf kritisiert.

str BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte, die Stromausfälle seien „nicht nur für die Menschen ein Ärgernis, sondern stellen auch für die Wirtschaft ein erhebliches Risiko dar“. Nach Einschätzung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zeigen die Vorfälle, „wie dringend notwendig es ist, dass die Energieversorger ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und ein leistungsfähiges Stromnetz gewährleisten“.

In der Nacht zum Sonntag war der Strom für Millionen Menschen in Westeuropa für bis zu anderthalb Stunden ausgefallen. Betroffen waren Stromverbraucher in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Spanien. Auch in Italien kam es zu Unterbrechungen der Versorgung. Eine abschließende Erklärung für die Stromausfälle gab es am Sonntag noch nicht. Auslöser könnte nach ersten Erkenntnissen die Abschaltung einer Leitung im Netz des Energieversorgers Eon gewesen sein. Durch die Abschaltung wurden andere Teile des nordwestdeutschen Netzes überlastet und fielen schließlich aus. Der Fehler könnte sich grenzüberschreitend fortgesetzt haben.

Glos sagte, Eon müsse dafür sorgen, „dass sich solche Vorfälle, wenn irgend möglich, nicht wiederholen“. Gabriel forderte, die Unternehmen sollten „ihre hohen Gewinne maßgeblich für Investitionen in das Stromnetz einsetzen“.

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