Nach Wechsel in Privatwirtschaft
Rürup bietet Rücktritt aus Sozialbeirat an

Nach seinem Wechsel in die Privatwirtschaft hat der Chefökonom der Bundesregierung, Bert Rürup, seinen Rücktritt aus dem Sozialbeirat der Bundesregierung angeboten, falls diese in der neue Aufgabe beim Finanzdienstleister AWD einen Interessenskonflikt sehe.

HB BERLIN. "Wenn das Gremium in meiner geplanten beruflichen Neuausrichtung einen Interessenkonflikt sieht, dann werde ich das selbstverständlich akzeptieren", sagte Rürup dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der Sozialbeirat, dessen Vorsitzender Rürup ist, berät die Bundesregierung in Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Professor ist auch Chef des Sachverständigenrates, der die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen berät.

Der 65-Jährige wechselt im April 2009 zum Finanzdienstleister AWD. Aus dem Kreis der fünf Wirtschaftsweisen will er Ende Februar ausscheiden. Er ist der Vater der "Rürup-Rente", einer steuerlich geförderte Alterssicherung vor allem für Selbstständige, die bei Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden kann. DGB - Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach, die für die Gewerkschaften im Sozialbeirat sitzt, sagte dem "Spiegel": "Ich rechne nicht damit, dass sich Rürups Mitgliedschaft als unabhängiger Wissenschaftler mit seinem neuen Job in der Privatwirtschaft verträgt."

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