Nach zwei Presseberichten
Hunzinger soll auch Kinkel gespendet haben

Der PR-Berater Moritz Hunzinger soll nach Medienberichten neben der 10 000-Mark-Spende an Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) weitere 20 000 Mark an den früheren Außenminister Klaus Kinkel (FDP) gespendet haben.

HB STUTTGART. Laut „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ (Samstag) wurden diese Spenden nicht veröffentlicht, obwohl das Parteiengesetz dies bei Gesamtsummen über 20 000 Mark vorschreibt. Die Südwest-FDP habe die Bundestagsverwaltung am Donnerstagabend per Fax über den Verstoß gegen das Parteiengesetz informiert, um einer Strafzahlung zu entgehen.

Döring schloss eine zweite Spende Hunzingers am Freitagabend nicht mehr aus: „Was kann ich machen, wenn mir die Verantwortlichen im Haus 10 000 Mark nennen, und jetzt höre ich, dass 30 000 Mark im Raum stehen?“, fragte der FDP-Politiker im Südwestfernsehen. Es sei auch möglich, dass die Staatsanwaltschaft bei Durchsuchungen von Büroräumen im Wirtschaftsministerium am Freitag Material gefunden habe, das ihn persönlich belaste. „Ich kann gar nichts mehr ausschließen“, sagte Döring dem SWR.

Nach Informationen von „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ hat Döring den von Hunzinger gespendeten Betrag von 10 000 Mark bei seiner Jahressteuererklärung für 1999 geltend gemacht. Der Wirtschaftsminister habe eine Steuerermäßigung über 372 Euro erhalten. Döring habe das Finanzamt per Selbstanzeige in Kenntnis gesetzt, um Straffreiheit zu erwirken, berichten die Zeitungen weiter.

Döring hatte am Freitag seinen Rücktritt von allen Partei- und Regierungsämtern zum 1. Juli angekündigt.

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