Nach zwölf Jahren

Bundeskabinett will Bezüge erhöhen

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren will das Bundeskabinett seine Bezüge erhöhen. Zuletzt hatten die Politiker wegen massiver Proteste darauf verzichtet. Das größte Gehaltsplus soll Bundeskanzlerin Merkel erhalten.
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Bundeskanzlerin Merkel mit Philipp Rösler. Das Bundeskabinett will seine Bezüge erhöhen. Quelle: dapd

Bundeskanzlerin Merkel mit Philipp Rösler. Das Bundeskabinett will seine Bezüge erhöhen.

(Foto: dapd)

BerlinDas Bundeskabinett will erstmals seit zwölf Jahren wieder seine eigenen Bezüge erhöhen. Regierungskreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag einen entsprechenden Bericht der „Hamburger Morgenpost“ (Mittwoch). Die Zeitung berief sich auf die entsprechende Kabinettsvorlage, die an diesem Mittwoch verabschiedet werden soll.

Demnach werden die Gehälter für Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Minister und die parlamentarischen Staatssekretäre nicht mehr wie in den vorigen Jahren von der Anpassung der Beamtenbesoldung ausgenommen. Seit dem Jahr 2000 hatten die Bundesregierungen stets darauf verzichtet, zuletzt nach massivem Protest vor zwei Jahren.

Die Kanzlerin verdient im Monat 16.152 Euro, hinzu kommt eine sogenannte Dienstaufwandsentschädigung in Höhe von 1022 Euro.

Die Erhöhung von 5,7 Prozent in drei Schritten bis zum August 2013 entspricht nach Angaben der Zeitung laut Innenministerium künftig einem monatlichen Gehaltsplus für Merkel von 930 Euro (im Jahr: 11.160 Euro) und für Bundesminister von 750 Euro (im Jahr: 9000 Euro).

Die erste Erhöhung um 3,3 Prozent soll rückwirkend zum 1. März 2012 erfolgen. Es folgen zwei weitere Schritte jeweils um 1,2 Prozent zum 1. Januar sowie zum 1. August 2013.

  • dpa
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26 Kommentare zu "Nach zwölf Jahren: Bundeskabinett will Bezüge erhöhen"

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  • @mawo

    Sowas, genau wie bei den Leserbriefschreibern!

  • @ spacewalker,
    diese benannten Berufsgruppen sind eben "Facharbeiter Schlaukopf", was im Zusammenhang leicht zu verstehen war.
    Die politischen Richtlinien, und hier ist die Politik Thema, wird durch "Dr. Dummkopf", mit der geschilderten Gegenüberstellung zum Ausdruck gebracht.
    Ausdrücklich stelle ich fest, dass es in der Politik durchaus fähige, sehr fähige Personen gibt - aber in der Minderheit - und das ist das Problem.

  • Und wenn man Unsinn 100mal herbetet; Unsinn bleibt Unsinn!! Erklären sie doch bitte einmal, wie die deusche Wirtschaft mit solch dummen Ingenieuren, mit solch dummen Technikern, mit solch dummen Betriebswirten, mit solch dummen Forschern, Physikern, Chemikern und anderen Wissenschaftlern, eine der erfölgreichsten Volkwirtschaften der Welt aufbauen konnte.

  • @ spacewalker,
    Unternehmen die es sich leisten konnten haben bereits in den 60er Jahren lieber einen "Dr. Dummkopf" eingestellt als einen "Facharbeiter Schlaukopf".
    Das war allerdings nur der Titel der Geltung verschaffen sollte - und dann hat Phrasendrescherei und hohles Wissen die solide Geschäftspraktiken immer mehr verdrängt.
    Das Ergebnis; der Typus Facebook vor Krupp ist wohl der beste Beleg.

  • @margritt...
    Liebe m. sie haben ja eine mekwürdige Vorstellung von einer anspruchsvollen Schul-bzw. Hochschulausbildung. Eine solche Ausbildung ist mehr als eine ANHÄUFUNG von Wissen! Man bringt ihnen Fähigkeiten bei, die ihnen helfen sich später auch auf berufsfremden Terrain schnell einzuarbeiten. Sie lernen Analysieren, Bewerten, Teamarbeit, das Erstellen strategischer und taktischer Konzepte und vieles mehr. Vor allem wird ihnen beigebracht nach den Regeln der Wissenschaft und nicht nach ihren emotionalen Befindlichkeiten zu entscheiden.
    Wenn ein Abgeordneter diese Fähigkeiten beherrscht, ist er ministrabel. Für Fachfragen stehen ihm, vor allem bei der Einarbeitungsphase hochqualifizierte Fachleute zur Verfügung. Es ist ein wenig aders, al es sich Klein-Fritzchen vorstellt.

  • Wenn es nach mir ginge, müßten Politiker wie Freiberufler eingestuft werden und sollten aber Fachkenntnisse haben. Sie machen für eine Weile eine betimmte Sache, dafür werden sie bezalt, auch gerne mehr als jetzt.
    Für Rente und Krankenvers. haben sie selbt zu sorgen.
    Das muß jeder andere auch.
    Und wenn man mehr als 10.000 € Verdienst hat, ist das tragbar.
    Jede Nebentätigkeit während der Amtszeit ist verboten
    Im übrigen müssen wir endlich dazu kommen, dass man nicht länger als 2 Legislaturperioden sein Amt bekleiden darf.
    Unsere Politiker setzen ihren Hintern Jahrzehnte in den Bundestag und lassen sich vom Bürger bezahlen, das geht nicht. Nebenbei haben sie alle noch irgendwelche Posten, aber die Renten sollen wir zahlen.
    Das it Gier und Zynismus

  • Ich habe ja auch nicht generell gesagt, dass sie doof sind. Klar, sie haben Abi und sie haben ein Studium, in der Regel.
    Aber das sagt noch lange nichts aus über Kenntnisse und wirkliches Wissen. Auf der Uni kriege ich ein theoretisches Rüstzeug in dem Fach was ich studiere, im Beruf muß ich dann zeigen, was ich drauf habe und mir Branchenkenntnisse aneignen, erarbeiten und umsetzten.
    Und wenn ich Jura studiert habe, wird mich wohl kaum jemand als Chef der Buchhaltung einstellen
    Das ist es. Und somit sind unsere Politiker allesamt völlig fachfremd und richten ungeheuren Schaden an und dafür sind sie noch zu gut bezahlt

  • @margritt....

    Von jeder Regel gibt es Ausnahmen. Das sollte jeder halbwegs gebildete Mensch wissen. Wer allerdings mit Hilfe von Ausnahmen eine Regel aufstellen will, ist dumm.
    Sie können sich auf den Kopf stellen, aber es ist und bleibt eine Tatsache, daß es unter dem Führungspersonal in Politik und Wirtschaft mehr Abiturienten und Hochschulabsolventen gibt, als Menschen ohne Hauptschulabschluß. Daß geistig, intellektuelle Arbeit von einer bestimmten Klientel nicht genügend gewürdigt wird, liegt in der Natur der Sache!

  • spacewalker
    Also Ihr Beitrag hinkt gewaltig.
    Welche Qualifikationen haben denn unsere Politiker?
    Die Mehrheit sind Juristen und Berufsbeamte.
    Da spielt dann ein Jurist, Röttgen, Umweltminister, hat aber von der Branche Null Ahnung.
    Eine v. d. Leyen Arbeitsminsiterin, aber Kenntnisse vom Arbeitsmarkt hat sie nicht
    Ein Rösler macht Wirtschaftsminister, hat keinerlei Kenntnisse, ist studierter Mediziner mit abgebrochener FA-Ausbildung, also de facto kann er auch dieen Beruf nicht ausüben
    Ein Finanzminister, der Jurist ist, viele Jahre als Innenminister tätig war, von Finanzen aber keine Ahnung hat.
    Und so geht es munter weiter.
    Politiker ist der einzige Beruf in D. für den man keine Ausbildung braucht, eigentlich sind sie mit Ungelernten gleichzusetzen
    Das ist Fakt
    Wenn die nicht im Bundestag wären, müßten sie Hartz IV beantragen
    Und daüf müssen wir diese Bande bis ans Lebensende alimentieren
    Und das finden Sie in Ordnung?

  • Schmidt
    Die "Richtigen"?
    nach oben kommt nur der, der die Ochsentour durch die Parteien gemacht hat. Auf Ortsebene beginnen, immer schön die Meinung der Partei vertreten, dann darf man mal Plakate aufhängen, ein Altersheim besuchen oder mal ein Kinderfest ausrichten.
    Wenn man immer schön parteikonform war, wird man mal vorgeschlagen als Abgeordneter in den Landtag und später in den Bundestag.
    Seinen eignee Verstand, falls man je einen hatte, muß man morgens an der Garderobe abgeben
    Also mit Demokratie schon innerhalb der Partei hat das nichts zu tun
    Ist so jemand der Beste?

    Politiker sind wie Kieselsteine. Bei Beginn haben sie Ecken und Kanten, oben angekommen, sind sie rundgeschliffen

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