Nachfolger soll Frühauf werden
Schill will nicht Fraktionsvorsitzender werden

Der entlassene Hamburger Innensenator Ronald Schill will nicht Vorsitzender seiner Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft werden. „Ich will als Abgeordneter tätig werden und habe darüber hinaus keine Ambitionen“, sagte Schill am Mittwoch.

HB/dpa HAMBURG. Er gehe davon aus, dass der derzeitige Fraktionschef Norbert Frühauf sein Nachfolger in der Innenbehörde wird. Die CDU-Fraktion hält nach den Worten ihres Vorsitzenden Michael Freytag den Fortbestand der Koalition nicht für möglich, wenn Schill Fraktionschef wird.

Schill warf Beust erneut vor, seine Entlassung länger geplant zu haben. Beust habe ihn am Dienstagmorgen ins Büro gerufen und mitgeteilt, er werde Innenstaatsrat Walter Wellinghausen entlassen. Laut Schill sagte Beust, wenn ihm das nicht passe, könne er ja gleich zurücktreten. „Er hat die behauptete Erpressung benutzt, um mich zu entlassen. Und diese Rechnung ist aufgegangen.“ Er behalte sich vor, gegen Beust Strafantrag wegen Verleumdung zu stellen, sagte Schill.

Wegen der Vorfälle in Beusts Büro prüft die Bundesanwaltschaft, ob Schill sich der versuchten Nötigung eines Verfassungsorgans schuldig gemacht hat. Schill bestritt erneut, Beust mit einer angeblichen Liebesbeziehung zu Justizsenator Roger Kusch (CDU) erpresst zu haben. Er bedauerte allerdings, dass er bei der Rücktrittspressekonferenz auf Fragen von Journalisten weitere Details dazu genannt habe.

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