Nachfolgesuche
Die SPD-Basis wählt das Bremer Oberhaupt selbst

Die Basis der Bremer SPD entscheidet über die Nachfolge von Regierungschef Henning Scherf. Einer der drei im Rennen befindlichen Kandidaten hatte aus seiner Abneigung gegen eine Mitgliederbefragung keinen Hehl gemacht.

HB BREMEN. Die Befragung beschloss der SPD-Landesvorstand am Freitagabend. Dem Votum stellen sich Bildungssenator Willi Lemke und der Fraktionschef im bremischen Parlament, Jens Böhrnsen. Über die Kandidatur des Bundestagsabgeordneten Volker Kröning will der SPD-Landesvorstand erst am Samstag entscheiden, wenn dieser sich klar erklärt hat. Kröning lehnt eine Mitgliederbefragung bislang ab: „Bei allem Respekt für die direkte Demokratie halte ich ein solches Verfahren für unnötig“, sagte er am Freitag.

In einer Mitgliederbefragung hatte sich auch Scherf vor zehn Jahren gegen einen zweiten Kandidaten für das Bürgermeisteramt durchgesetzt.

Scherf hatte am Mittwochabend überraschend seinen Rücktritt vom Amt des Regierungschefs angekündigt. Der 66-Jährige nannte dafür vor allem private Gründe und verwies auf sein Alter. Scherf steht seit zehn Jahren an der Spitze der großen Koalition in Bremen. Er gehört seit 1978 der Bremer Landesregierung an und ist damit das dienstälteste Kabinettsmitglied in Deutschland. Bis zur Wahl eines Nachfolgers will er im Amt bleiben.

Das Ergebnis der Mitgliederbefragung, die Mitte Oktober stattfinden soll, muss anschließend noch vom Landesparteitag bestätigt werden, bevor der Kandidat dann von der Bremischen Bürgerschaft gewählt werden kann. Falls es dazu nicht in der kommenden Oktober-Sitzung des Parlaments kommt, könnte nach Angaben von SPD-Landeschef Sieling eine Sondersitzung Ende Oktober oder Anfang November anberaumt werden.

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