Nafta
USA wollen offenbar höheren Anteil heimischer Autoteile

Schon im Wahlkampf hatte Donald Trump gegen das nordamerikanische Freihandelsabkommen gewettert. Besonders die Autoindustrie leide unter dem Vertrag. Bei den Neuverhandlungen soll für sie ein besserer Deal rausspringen.
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WashingtonDie US-Regierung will bei der laufenden Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta Insidern zufolge einen größeren Anteil regionaler Bauteile bei Neuwagen durchsetzen. Für einen zollfreien Marktzugang sollte der Anteil nordamerikanischer Komponenten bei Lastwagen, Autos und großen Nutzmaschinen auf 85 Prozent von 62,5 Prozent steigen, verlautete am Freitag aus Verhandlungskreisen. Zudem müssten 50 Prozent der Bauteile aus den USA stammen. Die beiden Nafta-Partner Mexiko und Kanada lehnen dies ab. Sie befürchten, dass die stark verflochtene Automobilindustrie in Nordamerika darunter leidet. Das US-Handelsministerium wollte sich nicht dazu äußern.

Der Vorstoß für mehr US-Bauteile ist eine der Kernforderungen der Regierung in Washington, die mehr Jobs in der Branche in der Heimat ansiedeln will. US-Präsident Donald Trump hat die gegenwärtigen Regeln als zu lax kritisiert. Er wirft den Autobauern vor, dies auszunutzen, um Arbeitsplätze und Produktion wegen niedrigerer Lohnkosten nach Mexiko zu verlagern. Mexikos Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo erklärte auf einer Konferenz mit dem kanadischen Handelsminister François-Philippe Champagne, dass das 1994 in Kraft getretene Nafta-Abkommen notfalls auch ohne die USA überleben werde. Eine von den USA geforderte Klausel für automatische Neuverhandlungen alle fünf Jahre lehnten Guajardo und Champagne ab.

Trump hat das Abkommen als ein Desaster bezeichnet, das den Arbeitern in den USA geschadet und viele Jobs gekostet habe. Befürworter halten dem entgegen, dass durch das Freihandelsabkommen in den USA Jobs geschaffen worden und die Probleme in der Industrie eher auf Konkurrenz aus China zurückzuführen seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Herr Trump schafft Arbeit für seine Landsleute, ein wahrlich großer Präsident.

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