Nahles stellt sich hinter Generalsekretär
Scholz gibt SPD-Vorsitz in Hamburg erst 2004 ab

Nicht sofort, sondern erst im kommenden Jahr, genauer im Mai 2004, wird SPD-Generalsekretär den SPD-Vorsitz in Hamburg abgeben. Das verlautete am Montag aus Parteikreisen in der Hansestadt.

HB HAMBURG/BERLIN. Klar sei, dass er dann nicht zu einer erneuten Kandidatur antreten werde. Wann ein Nachfolger bestimmt wird, sei unklar. Scholz hatte bei seiner Wiederwahl als Generalsekretär auf dem Bochumer Bundesparteitag mit 52,6 % ein schlechtes Ergebnis bekommen und war daraufhin auch in der Hamburger SPD wegen seiner Doppelbelastung in die Kritik geraten.

SPD-Vorstandsmitglied Andrea Nahles hat zuvor ein Ende des parteiinternen Streits über die Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis von Generalsekretär Olaf Scholz verlangt. „Wir haben gute Beschlüsse gehabt auf dem Parteitag und es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns mit der Politik beschäftigen und nicht mit uns selber“, sagte Nahles am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Die schon vor dem Parteitag vorbereiteten Wahlzettel für einen möglichen zweiten Kandidaten - Niedersachsens SPD-Fraktionschef Sigmar Gabriel - nannte Nahles eine „Petitesse“. „Ich glaube, Olaf Scholz verdient eine zweite Chance, die hat er jetzt bekommen und die muss er nutzen.“

Nahles befürwortet Scholz' Rückzug aus Hamburg: „Wir brauchen (...) volle Kraft hier in Berlin.“ Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblattes“ will der Hamburger Landesverband bereits heute eine Findungskommission für die Suche nach einem Nachfolger für Scholz einsetzen.

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