Nahost-Einsatz
Beckstein sieht höhere Terrorgefahr in Deutschland

Bayerns Innenminister Günther Beckstein hat vor den Folgen eines Nahost-Einsatzes der Bundeswehr gewarnt: Er geht von einer wachsenden Terrorgefahr in Deutschland aus. Dennoch müsse die Bundesregierung ihren Verpflichtungen nachkommen.

HB HAMBURG. Ein Nahost-Einsatz der Bundeswehr vergrößert nach Einschätzung des bayerischen Innenministers Günther Beckstein die Terrorgefahr in Deutschland. „Wir geraten dadurch noch stärker in das Blickfeld der entsprechenden Fundamentalisten“, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Beckstein verwies dabei auf die angedachte Aufgabe, Waffenlieferungen für die Hisbollah auf der See zu stoppen. Trotz der größeren Gefahr werde Deutschland aber seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen.

Nach Becksteins Ansicht ist die abstrakte Gefährdung schon jetzt sehr groß, auch wenn keine akuten Anschlagspläne bekannt seien. „Denn Deutschland wird von den militanten Islamisten uneingeschränkt als Teil der westlichen Welt angesehen, die sie mit allen Mitteln bekämpfen.“ Deutschland habe beim Anti-Terror-Kampf noch Nachholbedarf.

Seit dem Beginn des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus nach den Anschlägen vom 11. September habe "die Unsicherheit massiv zugenommen", sagte Beckstein. "Der 11. September war leider kein einmaliges Ereignis, wie die Anschläge in London, Madrid und anderenorts zeigen. Deswegen müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, um den Terroristen keine Chance zu geben.

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