Nebeneinkünfte
Nahles nimmt Steinbrück in Schutz

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gegen Kritik an dessen Nebeneinkünften in Schutz genommen. Gleichzeitig fordert sie von FDP-Politikern mehr Transparenz bei Nebeneinkünften.
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BerlinSteinbrück lege seine "Nebentätigkeiten jetzt weit mehr offen, als es die geltenden Regeln des deutschen Bundestages verlangen", sagte Nahles der "Bild am Sonntag". Daran müssten sich nun Steinbrücks Kritiker ein Vorbild nehmen. Nahles forderte namentlich FDP-Generalsekretär Patrick Döring auf, seine Nebenverdienste ebenso offenzulegen. Dörings Kritik an Steinbrück bezeichnete sie als "verlogen".

Steinbrück hatte in der Debatte um seine Nebeneinkünfte als bezahlter Redner angekündigt, den Ort und das Thema jedes einzelnen Vortrages bekannt zu geben - und eine Durchschnittssumme seiner Honorare zu veröffentlichen. Dies geht über die geltenden Regelungen des Bundestags für Nebeneinkommen von Abgeordneten hinaus.

Kommentare zu " Nebeneinkünfte: Nahles nimmt Steinbrück in Schutz"

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  • Wenn Steinbrück sich über zuviel Transparenz wehrt und
    diese Transparenz nur in Diktaturen sieht, dann sollte er
    öfter mal seine Diäten absitzen. Denn das was der Bürger
    an Transparenz leisten muss was im Bundestag ja beschlossen,
    wird, ist vielleicht für Steinbrück überraschend. Ein
    Sozie als Kanzlerkandidat der 600 000 Tausend Euro und mehr verdient, der kann kaum noch diesen Staat dienen.

  • Es handelt sich hier nicht um "Futterneid" sondern der angefütterte Steinbrück bewegt sich auf einem Gelände, das man durchaus als Vorfeld von korruptivem Verhalten vermuten kann. Die fürstliche Belohnung von "Vorträgen" von Seiten zumindest teiweise unbekannten Auftraggebern, kann zu der Vermutung Anlass geben, diese Auftraggeber hätten nicht unerheblich von Entscheidungen des mit beträchtlichen Geldmitteln Bedachten profitiert oder gedenken erneut zu profitieren, wenn der Vortragende in eine Position kommt, wo er wieder politisch verantwortlich zeichnet.

    Herr Steinbrück hätte klug gehandelt, wenn er im Vorfeld seiner Kandidatur erst gar nicht diesen Verdacht hätte aufkommen lassen und auf "Vorträge" weitesgehend verzichtet hätte.
    Diese Klugheit hat Herr Steinbrück nicht besessen.
    Es mangelt ihm also an politischem Instinkt, die ein Spitzenpolitiker eigentlich haben solle.
    Schnell verdientes Geld als Möglichkeit kann eben den Verstand vernebeln, auch den von Herrn Steinbrück, dem "Vortrags-Peer"

  • UNGLAUBLICH!!!! Da spricht dieser Ex-Finanzminister von Transparenz und möchte gerne mit "Durchschnittshonoraren" operieren. Für wie blöde hält dieser "Volksvertreter" sein Stimmvieh eigentlich???

    Man sollte ihm die Kavallerie der Finanzamtsopfer auf den Hals hetzen damit er die Transparenz kennenlern die "Vater" Staat seinen Bürgern abverlangt.

    Volksvertreter haben kein Nebeneinkommen zu haben!!! Entweder ich bin privilegierter Politiker und lasse mich vom Volk alimentieren oder ich versuche es mal mit Arbeit auf dem "freien Markt" ohne PR-Bonus aus dem Staatsamt.

    Einfach nur noch zum Fremdschämen diese Politiker ALLER Parteien!

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