Negative Auswirkungen auf Wahl befürchtet
CSU erklärt Ärger über Roland Koch für erledigt

Die CSU-Spitze will trotz Verärgerung über den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) unionsinternen Streit möglichst vermeiden. Für die CSU sei das Thema mit dem einstimmigen Präsidiumsbeschluss der CDU vom Montag zur Steuerreform erledigt, hieß es am Donnerstag in der Umgebung von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU).

HB/dpa MÜNCHEN. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstag) berichtete über Verärgerung in der CSU-Spitze, weil Koch noch vor der Bayernwahl im September den Machtkampf mit CDU-Chefin Angela Merkel begonnen habe.

Befürchtet wurden negative Auswirkungen auf das CSU-Ergebnis bei der bayerischen Landtagswahl im September. „Das ist viel zu früh. So kann das nicht weitergehen“, zitierte die Zeitung CSU-Chef Edmund Stoiber zum Vorgehen Kochs. Die Schwesterpartei habe in ihrem Präsidiumsbeschluss seriös finanzierten Steuerentlastungen zugestimmt, hieß es weiter aus Stoibers Umfeld. Jetzt sei die die Regierung am Zug, ein Gesetz mit konkreten Finanzierungsvorschlägen vorlegen.

In CSU-Kreisen wurde bestätigt, dass Stoiber und Staatskanzleichef Erwin Huber (CSU) sich bei einer Vorstandssitzung am Montag zu dem Thema kritisch äußerten. Die CSU-Spitze dringt demnach darauf, dass die Union vor der anstehenden Wahl im Freistaat Geschlossenheit zeigt. Im hessischen Landtagswahlkampf habe schließlich die CSU auch Koch unterstützt und sich nicht auf Kosten der CDU profiliert, hieß es.

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