Netz-Verkäufe
Regierung warnt Energiekonzerne

Die Bundesregierung hat die Chefs der vier großen Stromkonzerne in Deutschland vor einem übereilten Verkauf ihrer Netze gewarnt. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg sagte nach einem Spitzengespräch im Kanzleramt: "Die Bundesregierung hat erhebliche Zweifel, dass es sinnvoll ist, sowohl überstürzt als auch zwangsweise sich von Netzen zu trennen, sie zu verkaufen."

HB BERLIN. In einem zweistündigen Spitzengespräch im Kanzleramt habe dessen Chef Thomas de Maiziere diese Position den Energie-Managern verdeutlicht. "Das ist für uns kein vernünftiger, sinnvoller Weg", betonte Steg mit Blick auf EU-Bestrebungen, integrierte Energiekonzerne zu zerschlagen.

Die Unternehmen hätten ihre eigenen Vorstellungen dazu erläutert, sagte Steg, ohne ins Detail zu gehen. Der Eon -Konzern hatte bereits angekündigt, sein Netz verkaufen zu wollen. RWE plant nach einem Magazinbericht, sein Netz in eine gemeinsame europäische Gesellschaft mit anderen Konzernen einzubringen.

An dem Spitzengespräch im Kanzleramt nahmen nach Stegs Worten die Chefs der vier großen Energiekonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall Europe sowie Vertreter des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) teil. Es sei um Netze, die Pläne der EU-Kommission am Energiemarkt, um den Energiemix sowie den Kraftwerksbau gegangen. Konkrete Abmachungen seien nicht das Ziel gewesen.

Bekräftig hätten die Beteiligten, dass eine Neuauflage der "Energiegipfel", die es unter Vorsitz der Kanzlerin in der Vergangenheit mehrfach gegeben hatte, nicht mehr geben solle, ergänzte Steg.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%