Netzkosten
Der blinde Fleck auf der Stromrechnung

Warum ist das Netzentgelt auf Ihrer Stromrechnung so hoch? Verbraucherschützer setzen sich dafür ein, dass die Kosten transparenter werden. Sie fordern Netzbetreiber auf, sich zusammenzuschließen, um Geld zu sparen.
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BerlinWährend die Ökostromumlage sinkt, müssen die Stromverbraucher immer mehr für die Netze bezahlen. Wie sich die Kosten für den Betrieb der Netze zusammensetzen, darüber wird der Stromverbraucher jedoch größtenteils im Dunkeln gelassen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) fordern nun von der Bundesregierung, die Netzbetreiber zu mehr Transparenz zu verpflichten. „Die Geheimnistuerei verhindert eine notwendige öffentliche Kontrolle“, so Ingmar Streese, Leiter Verbraucherpolitik beim vzbv.

In einem offenen Brief, der am heutigen Donnerstag an das Bundeswirtschaftsministerium, Abgeordnete und Ministerpräsidenten der Länder gesendet werden soll, und dem Handelsblatt vorab vorliegt, schreiben Streese und bne-Geschäftsführer Robert Busch: „Es ist nicht verständlich, warum viele Verteilnetzbetreiber Betriebs- und Geschäftszahlen unter Verschluss halten, obwohl sie als Monopolisten keine Konkurrenz fürchten müssen.“

Anlass für das Schreiben ist die derzeit in der Abstimmung befindliche Novelle der sogenannten Anreizregulierung. Darin werden die Erlöse bestimmt, die ein Netzbetreiber erzielen darf.

Am Mittwoch liefen der Verband Kommunaler Unternehmen und der Bundesverband der Energiebranche BDEW gegen die Eckpunkte des Wirtschaftsministeriums Sturm. In einem offenen Brief beklagen sie, dass die vorgesehenen Änderungen im Gesetz die Situation der Verteilnetzbetreiber massiv benachteiligten. Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen werde verschlechtert und die „Netzinfrastruktur substanziell geschwächt“, heißt es in dem Brief.

Vzbv und bne sehen dagegen noch Einsparpotenzial und fordern, dass sich die mehr als 900 Verteilnetzbetreiber zu regionalen Einheiten mit gemeinsamen Betriebsführung zusammentun. Das Management der Energiewende werde durch die „zersplitterte Netzstruktur“ deutlich erschwert und unnötig verteuert, so bne-Geschäftsführer Busch.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Netzkosten: Der blinde Fleck auf der Stromrechnung"

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  • Die Netzentgelte werden unter anderem auch durch die Vision einer Stromversorgung gem. ökoreligiöser Visionen nach oben getrieben.

    Eine umweltschädliche Windmühle leistet durchschnittlich 15,5% ihrer Nennleistung, ein umweltfreundliches Kernkraftwerk ca. 90%. Dadurch ergibt sich eine schwankende und schlechte Auslastung der Leitungen. Die modernen Grosskraftwerke wurden nahe an den Verbrauchsschwerpunkten errichtet, die umweltschädlichen Windmühlen und Solaranlagen dort wo Wind weht, oder jemand meint eine Solaranlage zu errichten. Der Strom wird über weitere Entfernungen geleitet, das Netz mehr belastet, die Stromverluste im Netz sind gestiegen.

  • Tranparentz ist in Deutschland von der Politik nicht gewünscht, die Preise müssen hoch bleiben sagt Mutti, damit das Schneeballsystem funktioniert. Wie Transparent sind den die Preisabsprachen der Deutschen Produzenten in allen Bereichen?

  • Die Netzentgelte sind deswegen zu hoch, weil diese perfide und asoziale Energiewende mehr und mehr Netze braucht, damit die ganzen naturzerstörenden Windmühlen und Solarparks miteinander verbundet werden können und das Netzt für den überschüssigen und überflüssigen EE-Strom abgeleitet werden kann.
    Energiewende = Mehr Stromnetz und mehr Naturzerstörung und wir alle zahlen dies über die Netzentgelte. Einfach nur noch perfide und asoziale diese EE-Abzocker Branche!

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