Netzpolitik
SPD fordert eine Kulturflatrate

Die SPD will einen Anspruch auf schnelle Internetverbindungen gesetzlich festschreiben. Sie fordert zudem eine Kulturflatrate zur Entschärfung der Konflikte um den Download vor allem von Musikstücken.
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BerlinDas Recht auf schnelles Internenet solle im Telekommunikationsgesetz geregelt werden, sagte der SPD-Netzpolitiker Björn Böhning am Freitag in Berlin. Die Art der Umsetzung will die SPD demnach den betroffenen Unternehmen überlassen. Mehrkosten für den Staat sollen demnach nicht entstehen.

Böhning sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete und Internetexperte Lars Klingbeil sprachen sich zudem für eine Kulturflatrate zur Entschärfung der Konflikte um den Download vor allem von Musikstücken aus. Böhning warb für eine fairen Ausgleich „zwischen den Interessen von Kreativen, Verwertern und Kunden“. Damit könne auch das Problem illegaler Downloads eingedämmt werden. „Ich habe Sympathie für diesen Vorschlag“, sagte Klingbeil. Er räumte allerdings ein, dass es zu diesem Thema in der SPD noch Diskussionsbedarf gebe. Für eine Kulturflatrate werben auch die Grünen.

Die SPD plant auch eine Initiative für die bessere soziale Absicherung von Kulturschaffenden im Internet. Böhning sagte, dafür würden mehrere Modelle diskutiert. Eine Möglichkeit sei, die Mitgliedschaft von sogenannten Solo-Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung zu unterstützen, indem der Staat den normalerweise üblichen Arbeitgeberanteil übernimmt. Ein anderes Modell sei, Auftraggeber von Internetleistungen wie der Erstellung einer Homepage an den Kosten für die Altersabsicherung der Internet-Kreativen zu beteiligen. Ein solches System gibt es bereits in der Künstlersozialversicherung.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Netzpolitik: SPD fordert eine Kulturflatrate"

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  • Behalten Sie Ihre (Instant)Kultur. Wenn man sich die Mühe macht und mal schaut woher unsere "Intellektuellen" ihre "Inspiration" nehmen, benötigt man diese Leute schlicht nicht mehr. Fällt Ihnen nicht auf, das man von denen nur etwas hört und sieht wenn es ums abkassieren geht?

  • Wer nicht weiss dass das einzige Finanzierungsmodell des Internets und des Fernsehens auf Werbung, eingespielt zwischen Film- und Musikkonsum, besteht - der sollte auch wissen, dass Film- und Musikkonsum extrem hohe Gewinne für Unternehmen erzeugen und zwar der Werbe-, Agentur- und Werbenetzwerkindustrie. Wer also für eine Kulturflatrate ist, ist auch für einen Aufbruch begehender Monopolstrukturen im Werbemarkt. Eine Kulturflatrate wird ergo zu weniger Werbung und weniger Targeting, sprich Überwachung führen. Aus diesem Sinne ist die Forderung nach alternativen Verwertungsmodellen digitaler Medien und Kunst in vollem Umfang zuzustimmen.

  • Kulturflatrate...??? Fängt jetzt auch noch die SPD mit diesem Schwachsinn an ?? Wer allen Ernstes eine Kulturflatrate fordert, zeigt deutlich, dass er das innere Wesen von Kunst überhaupt nicht verstanden hat. Eine Flatrate ist ein aus der Kommunikationsindustrie übernommener Mengenrabatt, der bei technologischen Dienstleistungen durchaus seinen Sinn macht, da es sich um identische, stets und gleich reproduzierbare Mengeneinheiten handelt.
    Kunst dagegen entsteht aus einem zutiefst individuellen Schaffensprozess heraus, der individuelle Erfahrungen, persönliche Begabungen, emotionale Entwicklungsprozesse, geistige Zielsetzungen, Auseinandersetzungen mit der Umwelt und künstlerische Konzepte miteinander verbindet und dann im günstigen Fall nach einer Menge handwerklicher Arbeit zu einem Kunstwerk, Buch, Musikstück o.ä. führt. Kunst entsteht doch nicht in einem grossen Datenkochtopf, wo alle Künstler oben ihre Kreativität reinwerfen und unten kommt dann in Form von Bites and Bytes und in mp3's abgepackt das Produkt Kunst raus. Und dann wird alles nur noch nach Menge abgerechnet. Picasso, Dieter Bohlen, DaVinci, Die Wildecker Herzbuben, Stones, Beatles, Cindy & Bert, Shakespeare, Frau im Spiegel...kostet alles einen Euro im Monat und der wird dann auch noch von Coca Cola bezahlt...ich glaub, es hackt...

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