Neue Berechnungen von Rürup und Wille sollen Klarheit bringen
Im Gesundheitsstreit kommt die Union kaum voran

In dem seit Wochen andauernden Streit in der Union um den richtigen Weg in der Gesundheitspolitik haben sich am Wochenende CDU und CSU lediglich auf einen Formelkompromiss geeinigt.

BERLIN. In dem seit Wochen andauernden Streit in der Union um den richtigen Weg in der Gesundheitspolitik haben sich am Wochenende CDU und CSU lediglich auf einen Formelkompromiss geeinigt. Dies bestätigten die Unterhändler beider Seiten. Danach soll der bisherige prozentuale Beitrag zur Krankenversicherung durch eine einheitliche Prämie ersetzt werden. Zudem soll jeder Versicherte auch in Zukunft nur gemäß seinem Einkommen belastet werden – auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich.

Über die Details der Ausgestaltung, insbesondere die Finanzierung des Sozialausgleichs und die Höhe der Prämie, soll erst am nächsten Sonntag im Licht neuer Berechnungen der Wissenschaftler Bert Rürup und Eberhard Wille entschieden werden. Beide sind erklärte Anhänger der Kopfpauschale. Dass die CSU der Wahl der beiden Experten dennoch zustimmte, wurde in der CDU als positives Signal gewertet. Allerdings ist fraglich, wie rasch die Experten neue Zahlen liefern können. Denn der Wirtschaftsweise Rürup darf sich während der nächsten vier Wochen wegen der Vorbereitung des Jahresgutachtens des Sachverständigenrats nicht öffentlich äußern. Wille tritt Anfang der Woche nach Informationen des Handelsblatts eine zweiwöchige Urlaubsreise an.

Rürup zeigte sich gestern überrascht von der Entscheidung. „Ich habe davon zuerst aus den Medien erfahren und erst am Samstag einen Anruf erhalten,“ sagte er dem Handelsblatt. Nach Informationen aus Unionskreisen sollen Wille und Rürup mehrere Modelle auf Finanzierbarkeit und Belastungswirkung für die Einkommensbezieher untersuchen.

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