Neue Beweisanträge
Urteil im Kofferbomber-Prozess verzögert sich weiter

Im Düsseldorfer Kofferbomber-Prozess ist die Urteilsverkündung nach neuen Beweisanträgen der Verteidigung verschoben worden.

HB DÜSSELDORF. Das Urteil gegen den mutmaßlichen Kofferbomber von Köln, Youssef E.H., verzögert sich wegen weiterer Beweisanträge erneut. Möglicherweise könne es am 9. Dezember gesprochen werden, sagte der Vorsitzende Richter Ottmar Breidling am Mittwoch in Düsseldorf. Ursprünglich war der Urteilsspruch für den (heutigen) Mittwoch vorgesehen.

E.H. und der wegen des gleichen Delikts bereits im Libanon zu zwölf Jahren Haft verurteilte Jihad Hamad hatten im Juli 2006 auf dem Kölner Hauptbahnhof zwei Kofferbomben in Regionalzügen nach Hamm und Koblenz deponiert, die aber nicht explodierten.

Die Bundesanwaltschaft forderte Ende Oktober eine lebenslange Freiheitsstrafe für E.H. wegen versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch - der Angeklagte und Hamad hätten mit den Kofferbomben lediglich Angst und Schrecken verbreiten wollen und sie absichtlich fehlerhaft konstruiert.

Danach war das Gericht jedoch noch einmal in die Beweisaufnahme eingetreten, da die libanesischen Behörden überraschend Vernehmungsprotokolle des im Libanon verurteilten Jihad Hamad geschickt hatten.

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