Neue Bildungspolitik
CDU-Führung entschärft Schul-Pläne

Die Parteiführung der CDU rückt kurz vor dem Bundesparteitag von ihrer klaren Forderung eines zweigliedrigen Schulsystems ab. Bildungsministerin Schavan reagiert damit auf Kritik der Landesverbände.
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BerlinIm parteiinternen Streit um das neue CDU-Bildungskonzept ist die Parteiführung kurz vor dem Parteitag in Leipzig weit auf die Kritiker zugegangen. In dem ursprünglichen, vom Parteivorstand bereits gebilligten Entwurf für den Leitantrag wird eine zweigliedrige Schulstruktur aus Gymnasium und einer neuen Oberschule als wegweisendes Zukunftsmodell für alle Bundesländer propagiert. In der Antragskommission wurden diese Formulierungen nunmehr jedoch erheblich abgeschwächt. Der überarbeitete Entwurf liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.

Darin wird die Gestaltungs- und Gesetzgebungskompetenz der einzelnen Länder in der Schulpolitik deutlicher als bisher herausgestellt. Die neue Oberschule, die angesichts des dramatischen Schülerrückganges die bisherigen Hauptschulen und Realschulen zusammenführen soll, wird zwar als attraktive und sinnvolle Lösung empfohlen - nicht aber als einzig mögliche Organisationsform für die mittleren Bildungsabschlüsse vorgegeben.

„Eine einheitliche Bezeichnung für diese Schulform in allen Ländern - zum Beispiel Oberschule - wäre wünschenswert. Darüber hinaus stehen wir zu Haupt- und Realschulen sowie integrativen Schulformen, wo diese funktionieren und dem Elternwillen entsprechen“, heißt es in dem Antrag, der am Dienstag auf dem CDU-Bundesparteitag in Leipzig verabschiedet werden soll.

Das ursprünglich vorgesehene klarere Bekenntnis zu einer zweigliedrigen Schulstruktur und dem damit verbundenen Abschied von der Hauptschule hatte in der Union zu heftigen Debatten geführt. Vor allem aus dem hessischen CDU-Landesverband und der CSU war deutliche Kritik an dem von Bundesbildungsministerin Annette Schavan und Sachsens Kultusminister Roland Wöller (beide CDU) entwickelten Zwei-Wege-Schulmodell von Gymnasium und Oberschule laut geworden.

Verschärft wurde hingegen im Entwurf von der CDU-Antragskommission die Forderung nach einem für alle verpflichtendem letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung. „Wir wollen mittelfristig das letzte Kindertagesstättenjahr verpflichtend und beitragsfrei, gegebenenfalls als Vorschuljahr, gestalten“, heißt es nunmehr in dem Antrag. Ursprünglich war dazu nur ein Prüfauftrag vorgesehen. Für ein verpflichtendes Vorschuljahr müssen die Bestimmungen zur Schulpflicht in allen 16 Landes-Schulgesetzen geändert werden.

Die CDU spricht sich außerdem für einen islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache und unter deutscher Schulaufsicht aus. Er soll Kindern islamischen Glaubens von in Deutschland ausgebildeten Lehrern erteilt werden. Das Bafög soll nach dem Willen der CDU „Kernstück der Studienfinanzierung“ bleiben. Über Studiengebühren soll jede einzelne Hochschule künftig selbst entscheiden können. Sie sollen aber künftig „Studienbeiträge“ heißen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Text: Die CDU spricht sich außerdem für einen islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache und unter deutscher Schulaufsicht aus. Er soll Kindern islamischen Glaubens von in Deutschland ausgebildeten Lehrern erteilt werden.

    Warum sollen wir einen islamischen Religionsunterricht in unseren Schulden dulden?

    Die Gastarbeiter schicken wir doch in ihre Heimat. Mit diesem Signal könnten einige „ausländische Arbeitskräfte und Sozialhilfeempfänger“ auf die Idee kommen das es doch eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in unserem Land gibt (Das wäre im Widerspruch zu den Internationalen Verträgen).

    Die andere Frage lautet?

    Wer bezahlt diese „Hilfskräfte“?

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