Merkel empfängt Putin zu Ukraine-Gipfel

Neue Friedensgespräche
Merkel empfängt Putin zu Ukraine-Gipfel

Das Ende der Frostperiode könnte schneller kommen als gedacht. Am Mittwoch will sich Kanzlerin Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Neben der Ukraine dürfte es auch um Syrien gehen.
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BerlinErstmals seit Beginn der Ukrainekrise wird Bundeskanzlerin Angela Merkel den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin empfangen. Putin werde am Mittwoch zusammen mit den Staatschefs der Ukraine und Frankreichs, Petro Poroschenko und François Hollande, an einem Gipfeltreffen im sogenannten Normandie-Format zum Friedensprozess in der Ostukraine teilnehmen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mit.

Nach seinen Angaben soll es bei dem Treffen darum gehen, die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen seit dem letzten Treffen zu bewerten und über weitere Schritte zu beraten. Es ist der erste Deutschlandbesuch Putins seit Beginn der Ukrainekrise. Merkel war im Mai 2015 nach der Annexion der Krim in Moskau gewesen.

Regierungssprecher Seibert hatte am Freitag erstmals bestätigt, dass Berlin als Ort des Treffens in Frage kommt. Moskau hatte den 19. Oktober als Termin ins Gespräch gebracht. Über ein mögliches neues Vierer-Treffen wurde seit längerem gerungen. Das letzte hatte es Anfang Oktober vergangenen Jahres in Paris gegeben.

Das Friedensabkommen war im Februar 2015 geschlossen worden, hat aber bis heute nicht zu dem angestrebten Waffenstillstand zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen geführt.

Einen für Mittwoch geplanten Besuch in Paris hatte Putin vergangene Woche überraschend abgesagt. Als Grund nannte Kremlsprecher Dmitri Peskow mehrere Programmpunkte, die von Seiten der französischen Gastgeber gestrichen worden seien. Zuletzt hatte es massive Differenzen zwischen Russland und Frankreich über Syrien gegeben.

Um das Bürgerkriegsland dürfte es auch beim Gipfeltreffen am Mittwoch gehen. Am Dienstagmorgen haben Russland und das Assad-Regime ihre Luftangriffe auf die umkämpfte syrische Stadt Aleppo nach Angaben Moskaus eingestellt. Seit 10 Uhr (Ortszeit, 9 MESZ) würden keine neuen Angriffe mehr geflogen, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu nach einer Sitzung des Generalstabs.

Russland hatte am Montag nach heftiger internationaler Kritik für Donnerstag eine achtstündige Feuerpause in Aleppo angekündigt. Die nun verkündete Maßnahme diene dazu, die Feuerpause vorzubereiten und Zivilisten die Flucht aus der Stadt zu ermöglichen, erklärte Schoigu.

Nach Angaben von Aktivisten hatten russische Kampfjets noch in der Nacht zum Dienstag „intensive Luftangriffe“ auf Aleppo geflogen. Die Bombardements hätten vor allem die von Rebellen kontrollierten Viertel im Osten der Stadt getroffen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach wurden mindestens fünf Menschen getötet, darunter drei Kinder. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • @Herr Peter Delli, 18.10.2016, 13:57 Uhr:
    Was schreiben Sie da für wirres Zeug? Soll das irgendeinen Sinn ergeben? Wenn ja, welchen?

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  •  Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe. Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

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