Neue Initiative
Stiftung soll Anti-Euro-Politik der AfD vorantreiben

Die Pressesprecherin der eurokritischen Alternative für Deutschland, Dagmar Metzger, legt ihr Amt nieder. Sie will künftig mit der „Stiftung für Freiheit und Vernunft“ die Arbeit der AfD unterstützen.
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BerlinDie Alternative für Deutschland (AfD) erhält für ihre Anti-Euro-Politik zusätzliche Unterstützung von der „Stiftung für Freiheit und Vernunft“. „Wir werden uns auf die Euro-Politik und die Euro-Skepsis fokussieren und die AfD wohlwollend unterstützen“, sagte die Initiatorin und Pressesprecherin der Stiftung, Dagmar Metzger, Handelsblatt Online. Für sie sei die Arbeit in der neuen Organisation eine „neue Herausforderung“ und eine Fortsetzung ihrer bisherigen eurokritischen Arbeit als Pressesprecherin und Vorstandsmitglied bei der AfD. Metzger hatte zuvor ihre Bundesmandate bei der AfD niedergelegt.

Die AfD erklärte, die Stiftung sei sowohl parteipolitisch als auch finanziell unabhängig. Sie werde zudem nicht als parteinahe Stiftung der Alternative für Deutschland im Sinne des Parteiengesetzes fungieren. Die Gründer und Vorstandsmitglieder der Stiftung gehören allerdings alle der AfD an, wie Metzger sagte. Im Stiftungsvorstand sitzen demnach sie selbst, AfD-Vizechef Alexander Gauland und AfD-Bundesschatzmeister Norbert Stenzel.

Zu den Gründungmitgliedern der Stiftung zählen neben Metzger die bayerischen AfD-Politiker Christian Bayer und Steffen Schäfer.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

Kommentare zu " Neue Initiative: Stiftung soll Anti-Euro-Politik der AfD vorantreiben"

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  • Ist die HB-Redaktion blind? Begreift sie nicht dass derartige, sagen wir mal Auswüchse, das Resultat verkorkster Politik der derzeit Regierenden ist? Diese brauchen sich nicht wundern über das Wahlergebnis am 25. Mai!

  • Ja! zur AfD.! Jene, die die AfD mit Rechts und Links und noch schlimmeren Seiten in Verbindung bringen, können nur links-rot-grüne Hetzer sein, die die breite und anständige "Deutsche-Mitte" paralysieren wollen, um auf dem eigenen schmierigen rot-grünen Weg nicht ausrutschen zu müssen. Das, was ich mit der AfD erlebe und verbinde, ist höchste Verantwortung für Deutschland und die EU, ein Aufruf an alle anständigen Menschen, denen an freiheitlich-demokratischer und rechtsstaatlicher Grund- und Gesellschafts-Ordnung gelegen ist. Von Brüssel geht bereits eine schleichende Zerstörung dieser Werte aus, von nicht gewählten und somit nicht legitimierten EU-"Führern", die sich ihre Posten ohne die Bevölkerung angeeignet haben, sich in ihrem Luxus-Parasiten-Turm wohlig eingerichtet haben und von Brüssel aus nur ein einziges wirkliches Ziel verfolgen: Es ist das Ziel und die Absicht an der Realisierung einer "Zentral-Sozialistischen-Diktatur", in der die Freiheit, das höchste Gut aller demokratischen Menschen, keinen Platz mehr finden soll..! Diese Freiheit kann und will die AfD für die Menschen wieder gewinnen und gewährleisten..! Und dazu braucht man einen klugen Kopf und nicht nur rot-grüne Kleider..!

  • @HB-Redaktion

    Dass sich D. Metzger selbst gut versorgt hat, ist ja wunderbar. Aber der offensichtliche weitere Drift nach rechts (gleiche Inhalte wie NPD) ist Ihnen keine Zeile wert? Aus der TAZ:

    "AfD Sachsen steuert ins Braune

    Am Montag stellte die sächsische Alternative für Deutschland (AfD) ihr Wahlprogramm zur Landtagswahl Ende August vor: Das spart nicht mit markigen, rechten Positionen.

    Moscheen mit Minarett sollen in Sachsen künftig nur noch gebaut werden, wenn sie einen erfolgreichen Volksentscheid passieren, fordert die AfD darin. Für den öffentlichen Rundfunk soll eine „Deutsch-Quote“ bei Musikbeiträgen gelten. „Integrationsfolklore“ dürfe nicht gefördert werden, heißt es weiter. Grenzkontrollen gehörten wieder eingeführt.

    Auch springt der Landesverband auf die jüngste, homophob gefärbte Kampagne gegen die Thematisierung von sexueller Vielfalt in Schulen auf: Eine „Früh- und Hypersexualisierung in Kindergärten und Schulen“ sei auszuschließen, notiert das Programm. Zudem will die AfD ein „Familienwahlrecht“, bei dem Eltern für ihre nicht wahlmündigen Kinder abstimmen können. Das Programm wurde am Wochenende auf einem Parteitag in Zwickau verabschiedet – einstimmig, wie ein Sprecher mitteilt. Es gibt einen Vorgeschmack auf das Europaprogramm, das die Partei in zwei Wochen auf einem Bundesparteitag in Erfurt verabschieden will. Wochenlang hatte die Partei dafür Mitglieder befragt: Auch dort fanden Rechtsaußen-Thesen einigen Zuspruch."

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