Neue Leistungen
Rentenpaket und höhere Altersbezüge in Kraft

Höhere Mutterrente und Rente ab 63: Das teuerste Vorhaben der großen Koalition ist ab heute in Kraft. Zusätzlich steigen die Bezüge für Rentner. Doch noch wird es bei der Umsetzung der Reform Startschwierigkeiten geben.
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BerlinDas Rentenpaket der schwarz-roten Koalition ist in Kraft. Es enthält die sogenannte abschlagsfreie Rente ab 63: Danach können Arbeitnehmer, die mindestens 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben, schon mit 63 Jahren ohne Einbußen in Rente gehen. Begünstigt sind die Geburtsjahrgänge zwischen 1952 und 1963.

Zugleich werden die Renten von Müttern angehoben, die ihre Kinder vor 1992 zur Welt gebracht haben. Begünstigt sind etwa 9,5 Millionen Frauen. Damit werden die Kindererziehungszeiten in der Rente besser honoriert.

Die höhere Mütterrente kann allerdings nicht vor August ausgezahlt werden. „Bei den 9,5 Millionen Müttern, die bereits eine Rente erhalten, brauchen wir wegen der hohen Zahl der Betroffenen Zeit, um die Reform umzusetzen“, sagte der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Axel Reimann, der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Die Umsetzung erfordere „erhebliche Programmierarbeiten“ und führe vorübergehend zu einem deutlichen Mehraufwand. Die Bescheide mit den höheren Rentenzahlungen werden nach Auskunft der Rentenversicherung ab August verschickt. Spätestens Ende des Jahres sollen alle Berechtigten die höhere Rente, die rückwirkend zum Stichtag 1. Juli ausgezahlt wird, erstmals auf dem Konto haben.

Zudem gibt es für die 20,5 Millionen Rentner mehr Geld: Im Osten werden die Altersbezüge um 2,53 Prozent angehoben, im Westen um 1,67 Prozent. Bei einer Monatsrente von 800 Euro führt das zu einem Aufschlag von brutto 20,24 Euro im Osten und 13,36 Euro im Westen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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