Neue Loyalitätsrichtlinie
Kirche will linke Pfarrer überprüfen lassen

Die steigenden Umfragewerte der Linkspartei haben die evangelische Kirche aufgeschreckt: Geistliche, die sich für das Bündnis aus PDS und WASG engagieren, müssen nun mit einer Loyalitätsprüfung rechnen. 650 000 Mitarbeiter sind betroffen.

HB BERLIN. Die Prüfung gelte auch für hauptamtliche Mitarbeiter in Kirche und Diakonie, sagte der für Arbeitsrecht zuständige Referatsleiter der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Detlev Fey, dem Bielefelder "Westfalen-Blatt". Es müsse aber zunächst abgewartet werden, wofür die neue Linkspartei stehe und welche konkreten Inhalte sie vertrete.

Nach der neuen am 1. September in Kraft tretenden "Loyalitätsrichtlinie" für die Mitarbeiter in Kirche und Diakonie dürfen Beschäftigte keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Kirche hervorrufen. Dies wäre dem Bericht zufolge der Fall, wenn sie sich außerhalb der Arbeitszeit für eine rechts- oder linksextreme Gruppierung engagierten.

Vor rund einem Jahr hatte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, bereits erklärt, nach seinem Verständnis seien Pfarramt und PDS-Mitgliedschaft unvereinbar. Er sagte in einem Zeitungs-Interview: "Ein Pfarrer kann nach meinem Verständnis weder NPD - noch PDS-Mitglied sein. Die NPD ist totalitär, fremdenfeindlich, zum Teil antisemitisch, die PDS hat kein Verständnis für Religion und freie Religionsausübung."

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