Neue Partei macht mobil: „Schluss mit diesem Euro!“

Neue Partei macht mobil
„Schluss mit diesem Euro!“

In Brüssel steht heute der nächste Gipfel an. Die Eurokrise könnte den etablierten Parteien hierzulande im Wahlkampf auf die Füße fallen. Euro-Skeptiker wie die „Alternative für Deutschland“ formieren sich bereits.

BerlinAls vor zwei Jahren rund 200 Volkswirtschaftsprofessoren aus ganz Deutschland an die Öffentlichkeit gingen, um gegen den geplanten dauerhaften Rettungsschirm als Mittel gegen die europäische Finanzkrise mobil zu machen, war Bernd Lucke an vorderster Front mit dabei. Als Geschäftsführer des Bündnisses „Plenum der Ökonomen“ war er die Stimme der eurokritischen Professorenschaft. Damals ging es den Wissenschaftlern darum, eine Rettung von Pleitestaaten ohne die Möglichkeit einer Staatsinsolvenz zu verhindern. Die EU dürfe nicht alle Ausfallrisiken absichern, da das „zur Fortsetzung unsolider Schuldenpolitik“ geradezu einlade, wetterte Lucke damals.

Heute sind seine Vorbehalte aktueller denn je. Und Lucke ist inzwischen soweit, dass er seine Anti-Euro-Theorien in konkrete politische Maßnahmen umsetzen will. Initiativen wie das Ökonomen-Plenum können zwar lautstark Kritik in die Welt posaunen, verändern können sie jedoch nichts, sofern nicht eine große Partei darauf anspringt. Darauf will sich der Hamburger Volkswirtschaftsprofessor jedoch nicht verlassen. Er will eine eigene Partei gründen. Für Mitte April ist in Berlin der Gründungsparteitag geplant. „Alternative für Deutschland“ nennt sich das Projekt, das sich ausdrücklich als eine Anti-Euro-Bewegung versteht.

Ein Blick auf die Webseite genügt, um zu erkennen, welchen Weg Lucke und seine Mitstreiter, darunter der Publizist und ehemalige Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Konrad Adam, sowie der Publizist Alexander Gauland, einschlagen wollen. Dort prangt in gefetteten Buchstaben „Schluss mit diesem Euro!“ Dann wird kurz und knapp erklärt, wozu es die neue Partei braucht. Deutschland stecke in der „schwersten Krise“ seiner Geschichte. „Die Einführung des Euro hat sich als eine fatale Fehlentscheidung erwiesen, die unser aller Wohlstand bedroht.“ Die Altparteien seien „verkrustet und verbraucht“. Beharrlich weigerten sie sich, ihren Fehler einzugestehen und zu korrigieren. „Deshalb haben wir die Alternative für Deutschland gegründet.“

Dass Lucke & Co damit vielen Bürgern aus der Seele sprechen, zeigt nicht nur eine aktuelle Emnid-Umfrage, der zufolge 26 Prozent der Deutschen sich vorstellen können, eine euroskeptische Partei zu wählen. Auch der erste öffentliche Auftritt der „Alternative für „Deutschland“ deutet darauf hin, dass sich hier möglicherweise etwas gründet, was das Zeug zum großen Durchbruch hat. Rund 1200 Interessenten kamen in die Stadthalle nach Oberursel in Hessen, um den Botschaften der neuen Bewegung zu lauschen.

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  • „Dann würden den Befürwortern möglicherweise die verheerenden ökonomischen Schäden bewusst, die damit für Deutschland entstehen würden.“

    Bangemachen gilt nicht Herr Horn! Die verheerenden Schäden sind schon lange eingetreten, und müssen leider Gottes auch irgendwann realisiert werden! Dies ist aber allemal besser, als eine fatale Fehlentwicklung in alle Ewigkeit fortschreiben zu wollen!

    ...und das Palaver um die "dramatische Aufwertung" einer neuen DM kennen wir nun zur Genüge! Als "IMK-Chef" sollten Sie eigentlich wissen, dass zu einer starken Wirtschaft auch eine starke Währung gehört, die ihrerseits zu einem entsprechenden Innovationsdruck, und somit zu hochwertigen Arbeitsplätzen, respektive Zukunftsfähigkeit führt!

    Zudem würden die Rohstoffkosten für Deutschland mit einer starken DM deutlich absinken, was dem Wohlstand Deutschlands zusätzlich erhöhen sollte!

    Was bitte nutzt dem Gemeinwohl, und eben das sollte doch immer im Vordergrund stehen, ein Export, welcher über Target2 Salden, also praktisch Schuldscheine vergütet wird? Dann doch lieber etwas weniger Export, aber für echtes Geld!

    ...eigentlich all das, was schon einmal dagewesen ist!
    ...bis zur Kohl´schen Zwangseinführung dieser vermalledeiten "Einheizwährung"...

  • Und die Banken zocken inzwischen munter weiter.
    Allein europ. Banken halten Derivat in Höhe von 790 Billionen. Ich bin nicht bereit, dafür zu bezahlen.

  • Klar wird der AfD ein nationaler Unterton unterstellt, denn mit national wird mittlerweile alles übersetzt was Deutschland hilft.
    Sehr schön, dann offenbart sich endlich, daß alle die nicht als national "diffamiert" werden, gegen Deutschland handeln. Die BRD-Blockparteien und Deutschlandhasser zittern schon vor der Alternative...

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