Neue Regelungen
Private Haushalte sollen als Arbeitgeber fungieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel will künftig verstärkt neue Arbeitsplätze in Privathaushalten ermöglichen. Damit soll gleich mehreren Attributen der sich verändernden Gesellschaft Rechnung getragen werden.

HB BERLIN. Hohe Arbeitslosigkeit, Erwerbstätigkeit unter Frauen, alternde Gesellschaft - für alles könnte ein verstärktes Arbeitsangebot in Haushalten eine Lösung sein. Die große Koalition habe vereinbart, „dass der private Haushalt als Arbeitgeber fungieren kann. Dort können wir viele Jobs schaffen“, sagte Merkel in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Focus“.

„Für eine alternde Gesellschaft sind Dienstleistungen im Haushalt eine wichtige Sache, ebenso für Kinderbetreuung“, besonders in Familien mit mehreren Kindern. „Eine Dienstleistung für andere Menschen ist keine zweitrangige Tätigkeit“, betonte die Kanzlerin.

Deshalb solle die „neue Regelung für klassische sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gelten“. Für Minijobs gebe es bereits praktikable Regelungen. Sie rechne damit, dass ihre Regierung am Erfolg bei der Schaffung von mehr Beschäftigung und an der Qualität der Arbeitsplätze gemessen werde. Allein mit Minijobs werde sich keine Zufriedenheit einstellen.

„Es geht um Arbeitsplätze, mit denen wir den Wohlstand unseres Landes sichern können“, sagte Merkel. Als weiteren Anreiz für die Schaffung neuer Arbeitsplätze wolle der Koalitionspartner SPD mit der CDU/CSU „jetzt ernsthaft den Niedriglohnsektor und das Thema Kombilohn angehen“, kündigte Merkel an. Dies sei „eine der großen Entwicklungen dieser Koalitionsvereinbarung“.

Die geplante Einführung eines Elterngeldes bezeichnete Merkel als interessante Idee der SPD. Es solle zum 1. Januar 2007 eingeführt werden. „Es ist Teil unseres 25-Milliarden-Euro-Investitionsprogramms“, sagte sie.

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