Neue Studie: Elterngeld hat sich bewährt

Neue Studie
Elterngeld hat sich bewährt

Vor fünf Jahren wurde das Elterngeld eingeführt. Nun zeigt eine Studie, dass es seinen Zweck auch erfüllt. Die Einkommen von Familien sind gestiegen, und Mütter gehen nach der Babypause früher wieder arbeiten.
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BerlinDas Elterngeld erfüllt einer Studie zufolge seinen Zweck. Die Einführung des Elterngelds vor fünf Jahren habe die Einkommen von Familien nach der Geburt erhöht, die Babypausen von Müttern verkürzt und die Väter stärker an der Kinderbetreuung beteiligt, heißt es im „Elterngeld Monitor“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der AFP am Donnerstag vorlag. „Es entfaltet damit die ihm vom Gesetzgeber zugedachten Wirkungen.“ Das DIW hatte die Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt.

Im Durchschnitt erhöhte sich demnach das Einkommen für Familien im ersten Lebensjahr des Kindes durch das Elterngeld um rund 400 Euro monatlich. Besonders profitieren konnten sowohl Familien, in denen die Frauen besonders hohe Bildungsabschlüsse hatten, als auch Mütter mit geringem Bildungsabschluss, hieß es in der Studie, über die zuvor die Zeitung „Die Welt“ berichtet hatte.

Das Elterngeld, das bis zu 14 Monate nach der Geburt an Mütter und Väter gezahlt wird, die mit der Arbeit aussetzen, orientiert sich am bisherigen Einkommen und beträgt höchstens 1800 Euro und mindestens 300 Euro im Monat. Der Studie zufolge führt es dazu, dass zunächst mehr Mütter im ersten Lebensjahr im Beruf aussetzen. Die entsprechende Erwerbsquote sei um rund zwei Prozentpunkte gesunken. Damit werde das Ziel erfüllt, zunächst einen „Schonraum“ zur Kinderbetreuung für junge Familien zu schaffen.

Im zweiten Jahr nach der Geburt des Kindes entfalte das Elterngeld dann Anreize zum Wiedereinstieg in den Beruf. Das gelte insbesondere für Mütter mit niedrigem Einkommen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Mütter, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrochen haben, wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, ist aufgrund des Elterngeldes signifikant gestiegen“, heißt es in der Studie. Allerdings sei es wichtig, das Elterngeld durch einen Ausbau von Kitaplätzen für Kinder unter drei Jahren zu ergänzen, um die Erwerbsbeteiligung von Müttern zu sichern, schrieben die Forscher.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Im zweiten Jahr nach der Geburt des Kindes entfalte das Elterngeld dann Anreize zum Wiedereinstieg in den Beruf. Das gelte insbesondere für Mütter mit niedrigem Einkommen

    Ziel erreicht: Geringverdienerinnen an die Arbeit im Niedriglohnsektor, der zu 70% von Frauen belegt ist.

  • leider fehlt nun der Quervergleich zum früheren Erziehungsgeld: nun müssen nämlich die Mütter früher wieder ran und schaffen gehen. Und das nach einem, bei Halbierung des Elterngeldes zwei Jahren. Das schafft viel mehr Stress, dem Kind ist damit nicht gedient. Gibt es noch dazu keinen Krippenplatz kostet die private Krippe oder Tagesmutter so viel, dass das Arbeiten nicht wirklich lohnt.

    Aber darum ging es in der Studie ja auch nicht, sondern nach meiner Lesart eher um die Bestätigung einer Ausrichtung der Politik, nicht um eine empirische Untersuchung.

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