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Neue Verbandschefin Fischer: Pharmalobby vor Kurswechsel

exklusiv Wenige Tage nach ihrem Amtsantritt am 1. Mai hat die Chefin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Birgit Fischer (SPD), eine Neuorientierung der Interessenpolitik angekündigt.

Wechselte von der Spitze der größten deutschen Krankenkasse zur Pharmalobby: Birgit Fischer (SPD). Quelle: dpa
Wechselte von der Spitze der größten deutschen Krankenkasse zur Pharmalobby: Birgit Fischer (SPD). Quelle: dpa

Bisher sei die Debatte in der Gesundheitspolitik von Feindbildern beherrscht und die Pharmaindustrie stehe unter dem Generalverdacht, auch mit unlauteren Methoden ihre Gewinninteressen durchzusetzen, glaubt die neue Chefin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Birgit Fischer (SPD. „Ich habe diese Aufgabe übernommen, weil ich der Meinung bin, dass die verschiedenen Akteure im Gesundheitssystem endlich aus ihren Schützengräben herauskommen müssen“, sagte die ehemalige Vorstandschefin der größten deutschen Krankenkasse BarmerGEK dem Handelsblatt.

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Fischer räumte ein, dass die Branche zu diesem schlechten Image gelegentlich selbst beigetragen habe. „Ich sehe es als meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass so etwas der Vergangenheit angehört.“ Konkret bedeutet dies für Birgit Fischer, die sieben Jahre Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen war, dass die Industrie vom argwöhnisch beäugten Outsider zum verantwortungsbewussten Player im Gesundheitssystem werden müsse.

Die Unternehmen müssten bei allem berechtigten Interesse an guten Renditen auch immer mitdenken: „Was nutzt ein neues Arzneimittel der Versorgung? Hilft es nicht nur dem Patienten, sondern macht es auch das Gesundheitssystem besser?“ „In der Vergangenheit war unser erster Ansprechpartner der Arzt. In Zukunft sollten das zunehmend auch die Krankenkassen mit ihrem Versorgungsmanagement sein“, sagte Fischer. In den vergangenen Jahren sorgten die zum Teil aggressiven Werbemethoden der Branche immer wieder für Negativschlagzeilen.

  • 09.05.2011, 11:45 UhrAnonymer Benutzer: Barfussarzt

    Aha , zukünftig ist der Ansprechpartner die Krankenkasse - hat ja auch Medizinstudium, Facharztweiterbildung und jahrelange Erfahrung, diese Kasse. Und wenn die Medikamente so gut sind wie E10, verschreibt dann auch die Kasse diese tollen neuen Medikamente? Ob die Pharmalobbiisten sich mit dieser Frau einen Gefallen tun? Sie ist halt weit weg von jeder Realität - kennt sie sich eigentlich mit Psychpharmaka aus?

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