Neuer Amerika-Beauftragter
Hardt weist Kritik an Handelsabkommen zurück

Nicht erst seit der NSA-Affäre steht das transatlantische Freihandelsabkommen in der Kritik. Aus der Sicht des neuen Amerika-Beauftragten wird das Abkommen aber die Menschen überzeugen – auf beiden Seiten des Atlantiks.
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BerlinDer neue Transatlantik-Beauftragte der Bundesregierung, Jürgen Hardt, hat Kritik an den bisherigen Verhandlungen über das angestrebte transatlantische Wirtschaftsabkommen (TTIP) zurückgewiesen. „Am Ende müssen die Parlamente dem Abkommen (TTIP) zustimmen – dann wird der Vertrag offen auf dem Tisch liegen“, sagte Hardt am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den USA und der EU wird ein Gesamtpaket sein, dass die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks überzeugen wird.“ Er mache sich „keinerlei Sorge“, dass der Abschluss eines umfassenden Wirtschafts- und Investitionsvertrages gelingen werde.

Hardt war am Donnerstag zum neuen Regierungsbeauftragten für die transatlantischen Beziehungen benannt worden. Er ist damit Nachfolger des CDU-Parlamentariers Philipp Mißfelder, der den ehrenamtlichen Posten mit der Begründung möglicher Interessenkonflikte wieder abgegeben hatte.

Als zweiten Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit nannte der 51-jährige Hardt, der bisher stellvertretender europapolitischer Sprecher der Unions-Fraktion war, neben dem TTIP-Abkommen die Überwindung des Streits um die Ausspähungen des amerikanischen Geheimdienstes NSA. Der nordrhein-westfälische CDU-Politiker ist auch Mitglied der parlamentarischen Versammlung der Nato.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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