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09.07.2008 
CDU-Nominierung

Neuer Anlauf von Oswald Metzger

Vor einer Woche scheiterte er bei der Nominierung der CDU in Biberach, doch der frühere Grünen-Haushaltsexperte und neue CDU-Politiker Oswald Metzger hat seine Rückkehr in den Bundestag noch nicht aufgegeben.

Muss sich den Vorwurf gefallen lassen, es gehe ihm nur um die „Inszenierung seiner Person“: CDU-Politiker Oswald Metzger. Foto: dpaLupe

Muss sich den Vorwurf gefallen lassen, es gehe ihm nur um die „Inszenierung seiner Person“: CDU-Politiker Oswald Metzger. Foto: dpa

HB STUTTGART. Der 53-Jährige erwägt nun, sich im Bodenseekreis für den Bundestag zu bewerben. Die dortige CDU müsse ihm aber „deutliche Signale geben“, sagte Metzger der „Schwäbischen Zeitung“. Der zuständige Bezirkschef Andreas Schockenhoff gab Metzger am Mittwoch einen Korb. „Aus der Führung des Bezirksverbandes bekommt Metzger das Signal, auf das er wartet, sicher nicht“, sagte er in Stuttgart.

Schockenhoff, der auch Bundestagsabgeordneter und Mitglied im CDU-Landesvorstand ist, sagte, er könne zwar nicht verhindern, dass der Ex-Grüne antritt, wenn dieser das wolle. „Ich wäre froh, wenn das dem Bodenseekreis erspart bleibt.“ Metzger gehe es in erster Linie um die „Inszenierung seiner Person“. „Er kann ja der Reihe nach in jedem Wahlkreis antreten. Ich glaube aber, dass er dann seine Glaubwürdigkeit verspielt.“ Metzger habe in den vergangenen Jahren bewiesen, „dass er kein wirkliches Interesse an Sachpolitik hat“.

Metzger war in der vergangenen Woche in einer CDU-Stichwahl um die Bundestagskandidatur im Wahlkreis Biberach gegen Kreischef Josef Rief unterlegen. Vor der Wahl hatte er erklärt, „dies sei die letzte Chance, auf die bundespolitische Bühne zurückzukehren“. Zudem hatte der Grüne aus Bad Schussenried im Kreis Biberach gesagt: „Ich habe nicht vor, ins Exil zu gehen.“

Nun erklärte er: „Auf Anhieb klingt es für mich nicht unsympathisch, für den Bodenseekreis anzutreten.“ Die Region gehöre für ihn zum Quartier Oberschwaben, in der er für die CDU aktiv bleiben wolle. Er werde aber nicht vorpreschen. „Es müssen deutliche Signale von Seiten der CDU kommen.“

Metzger war Ende November 2007 nach 20 Jahren bei den Grünen aus Unzufriedenheit über deren sozialpolitischen Kurs ausgetreten. Kurz nach Ostern hatte er sich der CDU angeschlossen.

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