Neuer Job
Steinbrück geht als Berater zur ING Diba

Gerade erst hat er die letzte Rede im Bundestag gehalten, nun hat er bereits den nächsten Job: Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wird Berater bei der ING Diba. In Konflikte bringt ihn das nicht.
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FrankfurtDer ehemalige Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wechselt in die Bankenbranche. „Ich werde ein Angebot der ING-Diba annehmen, als Berater des Vorstandes“, sagt Steinbrück der „Zeit“ (Donnerstag). Seine Zeit als Minister sei sieben Jahre her, er könne keine Interessenkollision erkennen.

Rechtlich gibt es ohnehin keine Probleme: Die Karenzzeit für ehemalige Regierungsmitglieder, die in die Wirtschaft wechseln, beträgt nur eineinhalb Jahre. In dieser Zeit kann die Bundesregierung die neue Beschäftigung untersagen.

Steinbrück hatte im Sommer angekündigt, vorzeitig aus dem Bundestag auszuscheiden, und vergangene Woche seine Abschiedsrede im Parlament gehalten. Er begründete den Schritt damit, dass er seiner Partei im Bundestagswahlkampf mit seiner selbst auferlegten Zurückhaltung nicht helfen könnte.

Der Sozialdemokrat sieht seinen eigenen Worten zufolge auch keinen Widerspruch zu seiner früheren Kritik an Banken, da Europas größte Direktbank Ing-Diba „sehr konservativ und risikoscheu“ sei. Steinbrück stammt aus einer Bankiersfamilie, einer seiner Vorfahren hat die Deutsche Bank mitgegründet. In die Schlagzeilen geriet er unter anderem, weil er für Reden hohe Gehälter bekam.

Erst kürzlich hat der Wechsel eines Politikers in die Bankenbranche hohe Wellen geschlagen: Der frühere Kommissionspräsident José Manuel Barroso ging nach nur zwei Jahren als Berater zur Investmentbank Goldman Sachs. Das hatte unter anderem EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet.

Die ING Diba hat ihre Wurzeln in der 1965 gegründeten Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung (BSV). Sie war unter der Mithilfe des damaligen Gewerkschaftschefs Georg Leber (SPD) ins Leben gerufen worden, um Arbeitnehmer bei der Anlage ihrer vermögenswirksamen Leistungen zu beraten. Seit 1994 firmierte sie als Deutsche Direktbank. 1998 stieg die ING mit 49 Prozent ein, 2002 übernahm sie die Mehrheit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neuer Job: Steinbrück geht als Berater zur ING Diba"

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  • ( ) Interessiert mich.
    ( X ) Interessiert mich NICHT .

  • Aber hallo! Peer Steinbrück war einer der kompetentesten Politiker des Deutschen Bundestages. Nur ist es ihm nie gelungen, die für demokratische Spitzenämter unverzichtbare Popularität im erforderlichen Maße zu bekommen. Deshalb konnte er in der Politik seine Stärken nicht gänzlich zur Entfaltung bringen. Insoweit ist der Wechsel in die Wirtschaft logisch. Er kommt für Steinbrück freilich etwas spät.

  • Die INGDIBA sucht doch mit Wechselprämien von ca. 50,-€ nach
    "NEUKUNDEN"
    Ist Herr STEINBRÜCK einer von Diesen ? oder macht er es nur für einen kostenlosen TEL/FAX -Anschluß . . . und ab und zu mal S-Klasse fahren ?

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