Neuer Vorstand
Jusos rücken nach links

Mit der Wahl ihrer neuen Vorsitzenden rückt die SPD-Jugendorganisation deutlich nach links. Die neue Juso-Chefin Franziska Drohsel stammt aus dem besonders linken Flügel der Jusos, der von der bisherigen Führung schon in der Vergangenheit mehr Distanz zur Arbeit der SPD-Regierung gefordert hatte.

HB WOLFSBURG. Die Jusos in der SPD sind mit der Wahl ihrer neuen Vorsitzenden Franziska Drohsel noch weiter nach links gerückt. Die bisherige Berliner Landeschefin Drohsel erhielt am Samstag beim Bundeskongress in Wolfsburg 76 Prozent der Stimmen. Sie hatte keinen Gegenkandidaten. Die 27-Jährige folgt damit dem bisherigen Juso-Chef Björn Böhning, der nicht wieder kandidiert hatte, als Mitglied des SPD-Vorstands und Mitarbeiter von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit aber weiter politisch aktiv ist.

Drohsel steht für den besonders linken Flügel der Jusos, der der bisherigen Führung zu geringe Distanz zur Arbeit der SPD in der Regierung vorwarf. Drohsel gehört der Organisation „Rote Hilfe“ an, die linke Aktivisten bei Konflikten mit Polizei und Justiz unterstützt, etwa durch Prozesskostenhilfe. Die „Rote Hilfe“ wird vom Verfassungsschutz als linksextrem eingeordnet. Drohsel sagte im Vorfeld ihrer Wahl, sie stehe zu ihrer Mitgliedschaft in der Organisation, auch wenn sie nicht jede ihrer Positionen teile.

Damit steht zum vierten Mal eine Frau an der Spitze der Jugendorganisation der SPD. Diese Position gilt als sicheres Sprungbrett für eine Karriere bei den Sozialdemokraten - viele ehemalige Vorsitzende stiegen in bedeutende Positionen auf.

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