Neues Anti-Euro-Buch
Warnung vor dem Euro-Vulkan

Für den Tübinger Ökonomen Starbatty sind Kanzlerin Merkel und EZB-Chef Draghi Akteure einer falschen Euro-Rettungspolitik. In seinem Buch „Tatort Euro“ zerpflückt er ihre Strategien und zeigt Alternativen auf.
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BerlinJoachim Starbatty ist nicht irgendwer. Der Tübinger Ökonom ist ein Eurokritiker der ersten Stunde. Er selbst sieht sich als leidenschaftlicher Europäer. Dennoch klagte er schon mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Euro. Vergeblich zwar, aber immerhin begleitet von einem fulminanten Medienecho. Auch das dürfte den emeritierten Volkswirtschaftsprofessor beflügelt haben, ein Anti-Euro-Buch zu schreiben, dass es in sich hat.

„Tatort Euro“ ist das Werk betitelt. Und nimmt man die Unterzeile dazu ernst, dann ist das Buch auch ein Appell an die Bürger in Deutschland, die Euro-Rettungspolitik nicht mehr einfach so hinzunehmen, sondern offenen Widerstand zu leisten. „Bürger, schützt das Recht, die Demokratie und euer Vermögen.“ Mit dieser Sentenz ist auch angerissen, mit welcher Stoßrichtung Starbatty das Euro-Thema in seine Einzelteile zerlegt, um schließlich zu der nüchternen Erkenntnis zu gelangen, dass die Währungsunion nie ein politisches Fundament hatte.

Demgegenüber stellt Starbatty die Folgen für die Bürger als einigermaßen fatal dar. Das macht er mit einer rasiermesserscharfen, wissenschaftlichen Expertise, in der jedes Argument wider den Euro sauber mit Quellenangabe belegt ist. Euro-Bewahrer wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen dabei mehr als schlecht weg. Dass heute ein „Riss durch die Euro-Zone“ gehe, kreidet der Ökonom auch der Kanzlerin an, deren, wie er schreibt, Rechnung nicht aufgegangen sei.

Merkel habe mehrfach gesagt, dass sie für die Euro-Zone keinen Masterplan habe und deshalb Schritt für Schritt gehe und jeweils prüfe, was zu tun sein, hält Starbatty in seinem Buch fest. Dabei habe sie längst ihren Weg gefunden, fügt er mit Blick auf einen der zentralen Punkte ihrer Euro-Rettungspolitik, der Verabschiedung des Fiskalpakts und der Verankerung von Schuldenbremsen in den nationalen Verfassungen, hinzu. Doch in Wahrheit führt dieser Weg nach Starbattys Einschätzung nicht zu einer Rettung des Währungsraums, sondern befördert vielmehr weitere Risiken.

Kommentare zu " Neues Anti-Euro-Buch: Warnung vor dem Euro-Vulkan"

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  • Die Gründung der EUDSSR nach Sowjet Vorbild, hält in ihrem Lauf weder Ochs, noch Esel auf.

    Ist schließlich alles Alternativlos und eine Sache von Krieg und Frieden.

    Glaubt wirklich jemand, das die politische Kaste zu der Hochfinanz Gnaden umdenkt. Nie und nimmer, erst wenn alles in Scherben gefallen ist, vorher nicht.

  • Euro weg, EU weg, BRD weg
    Freiheit für das deutsche Volk, Freiheit für die europäischen Völker.
    Für ein neues Deutschland, und ein neues Europa.

  • Bei der @Rechner - Truppe nichts neues. Hier hat sie im Sept. 2012 schon mal gewütet:

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/mehr-anleihenkaeufe-schaeuble-nimmt-ezb-in-schutz-und-bekommt-kontra/v_detail_tab_comments/7138436.html?pageNumber=15&commentSort=chrono.

    Dort steht (bei chronologischer Sortierung auf Seite 15 ganz unten / 16.09.2012, 00:45 Uhr):

    "Von 18:54 Uhr bis 0:28 Uhr hat Rechner 19 Beiträge erstellt (im Schnitt alle 18 Minuten einen):

    18:54
    19:17
    19:26
    19:43
    19:51
    19:57
    20:06
    20:32
    20:43
    21:07
    21:19
    21:27
    21:32
    21:38
    23:23
    23:40
    23:59
    0:10
    0:28


    Läßt man die Auszeit von 21:38 bis 23:23 weg, dann hat er sogar alle 13 Minuten einen Beitrag erstellt. Und die Beiträge sind nicht kurz!

    Vielleicht hat das Bundesfinanzministerium da eine mehrköpfige Task Force an den Rechner (nicht den, damit ist hier der „Rechner“ im Sinne eines Computers gemeint) gesetzt? Dann macht der Name auch Sinn! Task Force „Rechner“! Mir fällt’s wie Schuppen von den Augen!"

    Also nichts neues.

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