Neues Formular
Arbeitsagentur vereinfacht Hartz-IV-Antrag

Da sich die Bundesagentur für Arbeit nicht hinter Bürokratie verstecken will, hat sie nun das Antragsformular für Hartz IV grundlegend vereinfacht. Das neue Formular enthält kürzere Sätze und hebt Wichtiges grün hervor.
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BerlinDie Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Antragsformular für das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) grundlegend überarbeitet und vereinfacht. „Wir wollen uns nicht hinter Bürokratie verstecken“, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der „Bild“-Zeitung vom Samstag. „Wir wollen unnötige Distanz abbauen, kein Misstrauen, sondern Vertrauen schaffen.“

Demnach wurde das bisherige Formular mit Hilfe von Juristen, Arbeitslosenverbänden und Sprachforschern überarbeitet und in den Jobcentern getestet. Das neue Formular ist dem Bericht zufolge in einfacher Sprache verfasst, es enthält kürzere Sätze und hebt Wichtiges in grüner Markierung hervor.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neues Formular: Arbeitsagentur vereinfacht Hartz-IV-Antrag"

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  • Das der H4-Antrag einfacher wird, ändert nichts daran, dass die Sachbearbeiter scheinbar willkürlich Unterlagen einfordern, die sie nicht brauchen oder die man nicht beibringen kann / will (Grundbuchauszug der Mietwohnung) oder Unterlagen von anderen H4-lern ohne Zustimmung in andere Akten "kopiert" werden, damit der Leistungsbezug nicht (voll) gewährt werden muss.

  • Ich denke, das Hauptproblem sind nicht arbeitsunwillige Leute oder/und Schwarzarbeiter. Ich schätze deren Anteil auf max. 1/3 - diese Quote entspriche in etwa auch der "Untätigenquote" in jedem mittleren oder größeren Unternehmen. Senken lässt sich m.E. nicht mehr, außer jeder Leistungsempfänger bekommt seinen persönlichen Bewacher - dann sind aber Kosten und Nutzen außer Verhältnis.

    Das größere Problem beim ALG II ist aus meiner Sicht, dass es für Arbeitgeber Fehlanreize setzt, Hungerlöhne zu zahlen und auf die Aufstockung zu verweisen. Insbesondere Diensteleister im Osten machen davon regen Gebrauch. Der zweite Fehlanreiz wird sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber gesetzt, nämlich zusätzlich zum Hungerlohn auch noch Teilzeit zu arbeiten (und womöglich den Rest noch schwarz nebenher). Diese Probleme gehören beseitigt. Hungerlöhne könnte man durch branchenspezifische Mindestlöhne beseitigen und die Aufstockungsregeln bei Teilzeit verschärfen. Z.B: könnte man eine Begründung einführen (Kindererziehung, Pflege, etc.), ohne die es keine Aufstockung gibt. Und nicht zu vergessen: Das BMAS hat 2006 dem Bundestag berichtet, dass Hartz IV keinen Cent günstiger ist, als das alte System von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe. Insofern könnte man auch das ganze System nochmal in Frage stellen.

  • Grün gefärbt erinnert mich an Finanzamt, das riecht nach liberalem "Bürgergeld" statt H(artz) IV.

    https://www.grundeinkommen.de/06/06/2008/das-liberale-buergergeld-wenn-hartz-iv-vom-finanzamt-kommt.html

    Bügergeld, nur noch DEUSTCHE STAATSBürger bekommen H(artz)IV, mit ausländischer Staatsangehörigkeit kein olzialleistungsbezug mehr?

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