Neues Gutachten: Gericht: Max Strauß ist verhandlungsfähig

Neues Gutachten
Gericht: Max Strauß ist verhandlungsfähig

Die 10. Strafkammer des Landgerichts Augsburg geht nach einer erneuten Prüfung von einer Verhandlungsfähigkeit von Max Strauß aus. Das teilte das Gericht am Montag mit.

HB AUGSBURG. Die Anklage wirft Strauß vor, Provisionszahlungen in Höhe von 2,6 Mill. € aus einem Airbus-Geschäft nicht versteuert zu haben. Dies hat der Sohn von Franz Josef Strauß stets bestritten. Der Prozess ist bis zum 30. März terminiert. 26 Zeugen sind zur Befragung geladen.

Der ehemalige Rechtsanwalt soll das Geld über ein verdecktes Schweizer Konto „Maxwell“ bezogen haben. Es soll von dem inzwischen in Kanada lebenden und mit Haftbefehl gesuchten Waffenhändler Karlheinz Schreiber überwiesen worden sein. Das Geld sei für Airbus- Verkäufe nach Thailand und Kanada geflossen sein.

Max Strauß war vor drei Monaten zusammengebrochen und wird seither in einer psychiatrischen Klinik in München stationär behandelt. Der Augsburger Gerichtsmediziner Richard Gruber hatte Strauß bereits in der vergangenen Woche für genesen und verhandlungsfähig erklärt. Die Münchner Ärzte von Strauß und seine Verteidiger hatten dagegen nochmals eine Verhandlungsunfähigkeit geltend gemacht.

In einem zweiten Verfahren ist Max Strauß in München wegen Beihilfe zum Betrug angeklagt. Als Justiziar der einstigen Anlagefirma Wabag in Ottobrunn bei München soll er sich an neun Betrugsvorgängen beteiligt haben. Wabag-Anleger waren insgesamt um rund 100 Mill. € geprellt worden, mehrere Hauptverantwortliche wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt. Einen Gerichtstermin in dieser Sache gibt es für Strauß noch nicht.

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