Deutschland

Kleinvieh macht auch Mist

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Von Rente bis Elterngeld

ÜBUNGSLEITERPAUSCHALE: Nebenberufliche Tätigkeiten wie die Arbeit als Trainer, Ausbilder oder Betreuer sollen künftig stärker begünstigt werden. Die steuerfreie Übungsleiterpauschale steigt von derzeit 2100 auf 2400 Euro. Zudem soll die „Ehrenamtspauschale“ um 220 auf 720 Euro steigen. Die Änderungen werden voraussichtlich erst Anfang 2013 beschlossen, sollen aber rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten.

RIESTER-/RÜRUP-RENTE (entscheidet sich 2013): Das steuerliche Abzugsvolumen für eine Basisversorgung im Alter und damit die Fördergrenze soll von 20 000 Euro auf 24 000 Euro angehoben werden. Riester-Spargelder sollen im Falle einer Privatinsolvenz besser geschützt sein. Auch die steuerlich begünstigte Absicherung von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit soll verbessert werden, ebenso der Erwerbsminderungsschutz. Die Pläne werden voraussichtlich erst Anfang 2013 beschlossen.

Bundesregierung

ELEKTRONISCHE LOHNSTEUERKARTE (entscheidet sich 2013): Sie wurde bereits zweimal verschoben. Auch jetzt kommt sie nicht wie zuletzt geplant zum Januar 2013, sondern etappenweise. Arbeitgeber haben das gesamte kommende Jahr Zeit, die Lohnabrechnung auf das neue Verfahren umzustellen.

RENTEN-STEUER: Arbeitnehmer können etwas mehr von den gesetzlichen Rentenbeiträgen steuerlich absetzen - statt bisher 48 Prozent des Arbeitnehmeranteils nun 52 Prozent. Die Beträge sind in den Vorsorgepauschalen nach Angaben des Neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) bei der Lohnsteuerberechnung schon eingearbeitet.

ELTERNGELD: Das Elterngeld für Kinder, die ab 2013 geboren werden, wird anders berechnet. Nach NVL-Einschätzung führt die Neuregelung dazu, dass viele Arbeitnehmer die Berechnung des Elterngeldes nicht mehr selbst vornehmen können und auch weniger Elterngeld erhalten. Zur Vermeidung von Nachteilen sollten sich werdende Eltern vor allem bei der Wahl der Steuerklasse frühzeitig beraten lassen.

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  • 25.12.2012, 14:50 Uhr

    Was ich bis heute nicht verstehe, warum das der deutsche Bürger einfach so hinnimmt?
    Immer wieder das gleiche Spiel, am Ende zahlt immer der Bürger die Zeche.
    Landsleute, ich bitte euch, kommt endlich mal in die Gänge und runter vom Sofa und verweigert der Politik die Bevolkschaft. Ansonsten seid ihr für ewig deren willige Steuer- und Lohnsklaven!

  • 25.12.2012, 17:12 Uhr

    Wieder mal kompletter Humbug die neuen Regelungen!

    Weil diese Änderungen ändern nichts an der Ursache des Problems, dass in Berlin zuviel Geld verplempert wird und man immer noch bei den Zuwendungen zum Bürger und damit am falschen Platz spart!

    Ich überlege mir daher, ob es a) Sinn macht in Deutschland zu wohnen und Steuern zu zahlen, b) Sinn macht überhaupt noch zu arbeiten und Steuern zu zahlen, c) Sinn macht, einen festen Wohnsitz bei den Mietkosten beizubehalten.

  • 25.12.2012, 20:41 Uhr

    Aber Bitte doch.
    Bitte verschwinden Sie aus Deutschland und ertragen die Steuerlichen und Mietrechtlichen Gegenheiten des gewählten Landes.

    Wäre da nicht diese "Bekloppte" Verweigerungshaltung einer Bundesratsmehrheit könnten wir auch noch ein wenig mehr in den Taschen haben da die kalte Progression auch noch weg wäre.

    Diese "Bild-Zeitungspolemik" der zwei Anonymen Kommentatoren braucht noch einiges an Inhalt. Hört sich an wie steht mal auf und verweigert dem Staat doch warum konkret sollte dem werten Leser auch noch mit geteilt werden.
    Ich habe nächstes Jahr konkret mehr auf dem Gehaltszettel stehen und ich fürchte mich vor einem Rot-grünen Chaoshaufen der wieder an Stabilität und Nachhaltigkeit rumbastelt und einiges aufweicht.

    Wolfgang A. Schulz

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